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17. November 2006 | Branchennachrichten

Was ist WiMAX?

WiMAX (Worldwide Interoperability for Micro­wave Access) ist ein Standard für regionale Funknetze. Mit dieser Technik sollen Kommuni­kationsdienste über Funk angeboten werden. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um die Übertragung von Daten für Internet- und Tele­kommunikation. Sie soll die so genannte letzte Meile überbrücken. Die Technik steht in Europa in direkter Konkurrenz zu bestehenden Telefonan­bietern, die Telefon- und Internetdienste (DSL) über Kupferkabel anbieten. Mit WiMAX können erstmalig ländliche Regionen über „DSL-Funk“ versorgt werden, in denen schnelles Internet bis­lang nicht verfügbar war. Acht Millionen deutsche Verbraucher haben bislang keine Möglichkeit, überhaupt Breitband-Internet zu empfangen, da die Internetzugänge infrastrukturell nicht voll aus­gebaut und erschlossen sind.

Der WiMAX-Standard kann aber auch als Mo­bilfunktechnologie genutzt werden. Anders als mit dem "Kurzstreckenfunk" W-LAN kann man mit WiMAX auch größere Entfernungen überbrücken. Zwar werden die oft erwähnten möglichen Reich­weiten von bis zu 50 Kilometern nur im Richt­funkbetrieb erreicht, aber auch beim mobilen Einsatz mit Endgeräten ohne gerichtete Antenne ist zu erwarten, dass das Versorgungsgebiet ei­ner WiMAX-Basisstation in etwa dem einer Mo­bilfunk-Basisstation entspricht. Während aber hinter einer Mobilfunk-Basisstation ein aufwändi­ges, synchrones, sprachvermitteltes Mobilfunk-Kernnetz benötigt wird, reichen zum Betrieb einer WiMAX-Zelle neben der WiMAX-Basisstation ein einfacher IP-Router und ein entsprechender In­ternet-Uplink vollkommen aus. Entsprechend niedrig ist die Einstiegshürde für neue Anbieter. "Mobiles WiMAX" im Vollausbau, mit garantierten Laufzeiten und Erfolgsraten bei der Vermittlung von Sprachpaketen, unterbrechungsfreiem Netz­wechsel bei der Bewegung zwischen verschiede­nen Zellen, Roaming im Ausland und vergleichba­ren Diensten, ist hingegen ähnlich komplex und teuer, wie heutzutage ein neues GSM- oder UMTS-Netz aufzubauen.

Die Bundesnetzagentur hat mitgeteilt, dass sie im Dezember 2006 die Frequenzen für den Breit­band-Funkstandard WiMAX versteigern wird. Interessierte (Telekommunikations-) Unterneh­men konnten bis zum 8. November 2006 Anträge auf Zulassung zur Versteigerung stellen. Die Be­hörde hatte sich für eine Versteigerung entschie­den, weil die Zahl der Anträge die verfügbaren Frequenzen um ein Vielfaches überstieg.

Von WiMAX profitieren auch Verlage mit ihren multimedialen Online-Angeboten. Multimediale Zeitungsinhalte können via Breitband-Internet über WiMAX-Funkfrequenzen auch mobil oder stationär in abgelegenen Regionen genutzt wer­den. Schnelle Internetverbindungen treiben die Entwicklung von multimedialen Medienangeboten und -inhalten voran. Die Einführung von WiMAX hilft Zeitungsverlagen, die Reichweite für ihre Multimedia-Online-Angebote zu vergrößern.

Quelle: teltarif.de, voip-information.de, heise.de, ecin.de

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