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05. Mai 2008 | Branchennachrichten

Was ist Mobile Tagging?

Tags sind seit Web 2.0 im Internet nicht mehr wegzudenken (z.B. in Form von Tagclouds). Ein Tag ist dabei ein vom Nutzer frei vergebenes Schlagwort, das mit einem Web-Objekt der Wahl (Bild, Video, URL etc.) verknüpft wird. Diese Schlagworte werden individuell vergeben und können für Such- und Filter-Funktionen genutzt werden. Der Begriff „Mobile Tagging“ weicht ein wenig von diesem Prinzip ab und beschreibt einerseits die Auszeichnung eines Gegenstands (bspw. eines Plakats an der Bushaltestelle) mit einem 2D-Barcode, andererseits auch das Auslesen der im Barcode codierten Information. Mit Hilfe eines Kamerahandys wird ein zwei-dimensionaler Barcode fotografiert, decodiert und dessen Inhalt verarbeitet. 2D-Codes sind von der Deutschen Post bekannt. Dort werden sie für die Portoaufkleber genutzt, und die Deutsche Bahn verwendet sie zum Beispiel auf ihren Tickets. Um 2D-Codes "taggen" zu können, muss ein Reader, eine kostenlose Software, für das Handy heruntergeladen und installiert werden. Eine Übersicht gibt es hier.

In den Codes können verschiedene Arten von Informationen gespeichert werden, allerdings werden meistens URLs codiert, die sie mit nur einem Klick auf die gewünschte Webseite navigieren. 2D-Codes übernehmen somit die Rolle der Links aus dem Internet und überwinden damit die Barriere der bisher mangelnden Benutzerfreundlichkeit und sollen so zur Schlüsseltechnologie für den Durchbruch des mobilen Surfens werden. Lästiges Eintippen von langen URLs auf der dafür ungeeigneten Tastatur entfällt.

Im Mobile-Tagging sind rund ein Dutzend Codes im Einsatz. Neben den offenen Standards Quick Response Code (QR-Code) und Matrixcodes, zum Beispiel Semacodes, gibt es viele konkurrierende proprietäre Systeme auf dem Markt. Besonders verbreitet sind die professionellen Anbieter Beetagg, Shotcode und Qode.

Einsatzgebiete:

Mobile Tagging eröffnet in vielen Bereichen des Marketings ganz neue Möglichkeiten. Zeitungen und Zeitschriften vertreiben künftig Premium-Content am Frühstückstisch. Anzeigen und Plakate werden zu Dialogmedien und verkaufen beispielsweise Tickets oder Waren. Produktverpackungen oder Produkte versorgen den Käufer direkt mit multimedialen Informationen, Services oder Angeboten. Touristen können sich über einen Klick vor Ort von den Sehenswürdigkeiten selbst informieren oder sich den Weg zum nächsten Restaurant zeigen lassen. Und kontaktbereite Menschen erkennt man am 2D-Code auf dem Shirt und kann sie einfach anklicken, um ihr Profil abzurufen.

Commercial-Tagging:

Unter Commercial-Tagging versteht man den Einsatz von mehrdimensionalen Barcodes mit dem besonderen Fokus auf Mobile Marketing und Advertising. Darunter fallen das Angebot von Zusatzinformationen (Beispiel: Angaben zu Nährwerten auf Nahrungsmitteln), Direktdownloads (Beispiel: kostenlose Klingeltöne, Videos und Handyspiele) und die direkte Weiterleitung auf die Webseite eines Unternehmens. Gerade beim Commercial-Tagging spielt die Brandingfähigkeit des Barcodes (integriertes Firmenlogo auf dem Code) eine entscheidende Rolle.

Public-Tagging:

Beim Public-Tagging werden Barcodes dazu verwendet, öffentliche Informationsträger mit zusätzlichen Informationen zu versehen. Diese beinhalten Wegbeschreibungen, Wikipedia-Links (Semapedia), Kundenrezensionen oder andere allgemein nützliche Hinweise.

Private-Tagging:

Beim Private-Tagging stehen persönliche Motive im Vordergrund. Neben der Verlinkung von Blogs und Profilen kann beispielsweise an Ort und Stelle (Beispiel: Barcode auf Automobilen) mit dem Handy auf Ebay-Auktionen zugegriffen werden. Darüber hinaus ermöglichen 2D-Codes auf Visitenkarten das automatische Speichern von Kontaktdaten im Adressbuch des Mobiltelefons. Neben dem höheren Benutzerkomfort ergeben sich beim Private-Tagging zudem völlig neuartige Möglichkeiten der Selbstdarstellung.

Die Internet-Agentur Pixelpark hat ein Whitepaper zum Thema Mobile Tagging verfasst, das Aufschluss über die Funktionsweise, Einsatzgebiete und derzeit noch auftretenden Probleme gibt.

White Paper 2D-Barcodes und Mobile Tagging vom 17.07.2007 (pdf, 350,81 KB)

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