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16. März 2007 | Ausland

WAN weist chinesische Forderungen zurück

Der Weltverband der Zeitungen (WAN) mit Sitz in Paris hat die Forderung des Chinesischen Zeitungsverlegerverbands zurückgewiesen, die Verleihung des renommierten WAN-Preises für Pressefreiheit zurückzuziehen: Die „Goldene Feder der Freiheit“ 2007 geht an den Journalisten Shi Tao, der in chinesischer Haft sitzt, weil er über Presserestriktionen im Vorfeld des Jah­restags des Massakers auf dem Platz des Himm­lischen Friedens berichtet hatte. Der Chinesische Zeitungsverlegerverband hatte beim WAN gegen die Wahl Shi Taos mit der Begründung Protest eingelegt, dass das chinesische Gericht den Fall nach Recht und Gesetz behandelt und eine an­gemessene Strafe verhängt habe, ferner, dass die chinesische Verfassung Pressefreiheit schütze. WAN-Geschäftsführer Timothy Balding lehnte die Forderung ab und sagte: „Die Tatsa­che, dass dieser und andere Fälle ‚nach Recht und Gesetz’ und durch Gerichte behandelt wur­den, beeindruckt uns nicht im geringsten. Wenn es das Gesetz erlaubt, einen Journalisten in ei­nem Fall wie diesen ins Gefängnis zu schicken, sollte dies Gesetz unverzüglich abgeschafft wer­den, denn es widerspricht jedem internationalen Standard und jeder Konvention über Informati­onsfreiheit und Menschenrechte.“ Es könne schon sein, erklärte Balding darüber hinaus in seinem Schreiben an den chinesischen Verleger­verband, dass die chinesische Verfassung Mei­nungsfreiheit und Pressefreiheit garantiere. Un­glücklicherweise sei diese Garantie jedoch pure Fiktion und diese Freiheiten existierten nicht in China, worüber der Verband selbst sich gewiss sehr wohl im Klaren sei. „Denn wenn diese Frei­heiten existierten, wäre Shi Tao heute nicht im Gefängnis – ebenso wenig wie Dutzende andere Journalisten“.

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