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11. September 2006 | Digitales

WAN-Studie zu digitalen Kleinanzeigen

Die Stärke der Zeitungsverlage bei den Stellen- und Immobilienanzeigen kehrt sowohl in der Druckversion als auch im Internet zurück, aber ihr Anteil am Markt für Kfz-Kleinanzeigen wird klei­ner. Das geht aus der jetzt im dritten Jahr durch­geführten Erhebung des Weltverbands der Zei­tungen (WAN) zum Thema digitale Kleinan­zeigen hervor.

Die Ergebnisse der Erhebung sind Bestandteil eines neuen Strategieberichts mit dem Titel "Di­gital Classifieds". Danach konnten die Zeitungen in den Industriestaaten ihre Gesamterträge im Jahr 2005 um 4,2 Prozent gegenüber 2004 stei­gern. Die Erträge aus dem Kleinanzeigen-Druck­geschäft erhöhten sich im gleichen Zeitraum um über fünf Prozent und zeigten damit eine weit bessere Entwicklung als im Vorjahr, als sie trotz eines Gesamtumsatzwachstums von über vier Prozent noch um zwölf Prozent gesunken waren.

"Die Gesamtzahlen verschleiern einen erhebli­chen Gegensatz zwischen dem Wachstum bei den Stellen- und Immobilienanzeigen einerseits und den großen Verlusten bei den Kleinanzeigen für Kraftfahrzeuge, Reisen und Privates anderer­seits“, heißt es in dem Bericht. "Aus den Zahlen geht hervor, dass die Steigerung bei den Stellen­anzeigen nicht nur zyklischer Natur war, sondern dass die Zeitungen ihren Marktanteil in dieser Kategorie insgesamt erstmalig erhöhen konnten. Diese Trendwende unterstreicht die Annahme, dass die Branche auf lange Sicht vor einem viel­versprechenden Wandel steht. Der Erhebung zufolge entfielen 6,8 Prozent aller Erträge aus dem Kleinanzeigengeschäft auf das Internet. Zwei Drittel der Internet-Einnahmen der Zei­tungshäuser stammen aus Kleinanzeigen. Und dennoch scheint die Umsatzverschiebung zu­gunsten des Internets langsamer zu verlaufen als erwartet.

Bei den Stellenanzeigen konnten die Zeitungs­unternehmen ihren zusammengefassten Markt­anteil aus Druck und Internet von 49 Prozent im Jahr 2004 auf 50,5 Prozent im Jahr 2005 stei­gern. Bei den Immobilienanzeigen meldeten die an der Erhebung teilnehmenden Verlage mit 45 Prozent den höchsten Ertragszuwachs; allerdings ist diese Steigerung überwiegend auf den in vie­len Ländern zu beobachtenden Immobilienboom zurückzuführen. Im Jahresvergleich wuchs der Marktanteil der Zeitungen sowohl unter den Dru­ck­erzeugnissen als auch im Internet. Dagegen lag der Marktanteil bei den Kfz-Kleinanzeigen zwölf Prozent niedriger als im Vorjahr. Das be­deutete den größten Verlust aller Kleinanzeigen­kategorien.

Der Bericht "Digital Classifieds" enthält über die Ergebnisse der Erhebung hinaus Empfehlungen, wie die Zeitungshäuser ihre Kleinanzeigenerträge sowohl im Internet als auch im Druckgeschäft steigern und die Abwanderung von Kleinanzeigen aus der Druckversion ins Internet besser für sich nutzen können. Der Bericht ist ausschließlich für Mitglieder des WAN zugänglich. Inhaltsver­zeich­nis und Einleitung des Berichts finden sich unter www.wan-press.org/article11167.html

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