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19. Juni 1998 | Allgemeines

WAN: Meinungsfreiheit schützen!

Bengt Braun neuer Präsident des Weltverbands

Mit einem Aufruf zum weltweiten Schutz der Presse- und Meinungsfreiheit ist am 3. Juni 1998 der 51. Kongreß des Weltverbandes der Zeitungen (WAN) im japanischen Kobe zu Ende gegangen.

In einer Resolution forderte der Verband die Regierungen auf, gemäß der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen die Rechte zur Meinungsäußerung und Berichterstattung zu verteidigen. Anläßlich des viertägigen Kongresses, an dem rund 800 Journalisten aus aller Welt teilnahmen, wurde der schwedische Verleger Bengt Braun für die nächsten zwei Jahre zum neuen Präsidenten des Verbandes gewählt. Braun, Chef des schwedischen Unternehmens Tidnings AB Marieberg, ist der erste Skandinavier an der Spitze des Verbandes und war in den vergangenen beiden Jahren bereits Vizepräsident. Er tritt die Nachfolge des brasilianischen Verlegers Jayme Sirotsky an. Dieser hatte sich in Kobe für mehr internationale Unterstützung von unabhängigen Zeitungen in Entwicklungs- und Schwellenländern eingesetzt.

Nach den Vorstellungen Bengt Brauns soll die Pressefreiheit zum wichtigsten Thema der nächsten beiden Jahre für die Arbeit des Weltverbands der Zeitungen werden. Es gebe Belege dafür, daß der WAN mit seinen Aktionen das Handeln von Regierungen beeinflussen könne. In vielen Fällen sei das Los von Verfolgten erleichtert worden Pressefreiheit, die entscheidend für eine nachhaltige wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung sei, werde in 119 Ländern eingeschränkt. Herausgeber und Journalisten würden weiterhin ermordet oder in alarmierender Zahl inhaftiert. Vor diesem Hintergrund rief Braun zu "systematischen, aggressiven und anhaltenden Kampagnen für die Freilassung inhaftierter Journalisten" auf. Der 1948 gegründete Weltverband repräsentiert mittlerweile 15.000 Zeitungen.

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