Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

20. November 2007 | Ausland

WAN: Goldene Feder der Freiheit an chinesischen Journalisten Li Changqing

Die Goldene Feder der Freiheit 2008, die vom Weltverband der Zeitungen (WAN) für außerordentliche Verdienste um die Pressefreiheit vergeben wird, geht an den chinesischen Journalisten Li Changqing. Wie der WAN am 20. November 2007 in Wien mitteilte, war Li inhaftiert worden, weil er die Öffentlichkeit über den Ausbruch von Dengue Fieber informiert hatte, bevor dies Regierungsorganisationen taten. Die Verurteilung Lis aufgrund seiner Reportage über eine gravierende gesundheitliche Bedrohung zeige „den Unsinn und die Bankrotterklärung der von dem chinesischen Regime kontrollierten Pressepolitik“, teilte das WAN-Präsidium dazu mit. Die chinesischen Autoritäten hätten eine lange Geschichte der Verschleierung von Ereignissen, die sie lieber geheim gehalten sähen. Lis couragierter Entschluss, in Kenntnis möglicher Konsequenzen gleichwohl über den Ausbruch zu berichten, sei vorbildlich für Journalisten weltweit. Der WAN vergibt damit zum zweiten Mal nacheinander den Preis für Pressefreiheit an einen chinesischen Journalisten. Dies spiegele die Repressionen wider, unter denen Medien in China arbeiteten, heißt es dazu vom WAN. Preisträger des Jahres 2007 war der auch als Internet-Dissident bekannt gewordene Journalist Shi Tao, auf dessen Spur die chinesische Regierung dank der Unterstützung durch den amerikanischen Suchmaschinenbetreiber Yahoo gekommen war. Die goldene Feder der Freiheit 2008 wird anlässlich des Weltkongresses der Zeitungen am 1. Juni 2008 in Göteborg (Schweden) überreicht.

Anlässlich seiner Sitzung hat das WAN-Präsidium ferner Verletzungen der Pressefreiheit in sechs Ländern kritisiert und die Regierungen von China, Somalia, Burma, Aserbaidschan, Pakistan und Georgien aufgefordert, internationale Standards der Meinungs- und Pressefreiheit zu respektieren.

zurück