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08. Mai 2006 | Namen und Nachrichten

Wächterpreise vergeben

Die große Bedeutung der Presse für die Demo­kratie hat der ehemalige Bundesverfassungs­richter Paul Kirchhof in einer Festrede anlässlich der Verleihung der „Wächterpreise der Tages­presse“ am 3. Mai 2006 in Frankfurt am Main betont. „Wir können in unserer Freiheit die Rechte nur wahrnehmen, wenn wir gut informiert sind“, sagte Kirchhof. Die Demokratie sei auf gute Journalisten angewiesen. In Deutschland gebe es einen „wunderbaren öffentlichen Diskurs“. Die Posaune in diesem Konzert spiele die Presse. „Manchmal übernimmt sie auch den Dirigenten­stab.“ Mit dieser Position sei aber auch eine große Verantwortung verbunden. Eine wichtige Aufgabe der Journalisten sei es zu entscheiden, welche Informationen sie verbreiteten und welche nicht“, warnte Kirchhof. Jeder Journalist müsse sich bewusst machen, dass ein Bericht immer ein Ausschnitt der Wirklichkeit sei. „In dieser Auswahl liegt immer ein Stück Kommentar.“ Auch die Pressefreiheit sei ein Recht – und damit begrenzt. „Der Journalist soll den Menschen abbilden, aber nicht entstellen“, sagte Kirchhof.

Der „Wächterpreis der Tagespresse“ 2006 ist an vier Journalisten aus Kassel, Stuttgart und Passau vergeben worden. Der mit 12.000 Euro dotierte erste Preis ging an Frank Thonicke, Re­dakteur der „Hessischen/Niedersächsischen All­gemeinen“ in Kassel. Die Jury würdigte seine aufdeckende Berichterstattung über die Praxis des früheren Sportchefs des Hessischen Rund­funks, Jürgen Emig, Sendezeit für bestimmte Sportereignisse nur gegen Entgelt einzuräumen („BDZV Intern“ berichtete). Den zweiten Preis und 8.000 Euro erhielt Michael Ohnewald von der „Stuttgarter Zeitung“; den dritten Platz und 6.000 Euro teilen sich die Redakteure Jörg Klotzek und Martin Riedlaicher von der „Passauer Neuen Presse“. Der „Wächterpreis“ wird seit 1969 von der Stiftung Freiheit der Presse in Bad Vilbel bei Frankfurt am Main verliehen und ehrt Tageszei­tungen für die Aufdeckung von Missständen.

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