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13. April 2011 | Lob und Preis

Wächterpreis geht an Journalisten von drei Zeitungen

Der Wächterpreis der Tagespresse 2011 geht an Journalisten der „Berliner Morgenpost“, des „Kölner Stadt-Anzeigers“ sowie der „Frankfurter Rundschau“. Dies teilte die Stiftung „Freiheit der Presse“ am 31. März 2011 mit. Der erste Preis (12.000 Euro) geht an ein Redaktionsteam der „Berliner Morgenpost“ (Axel Springer AG). Die Journalisten hatten über die Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg in Berlin berichtet. Das Team, bestehend aus Jens Anker, Michael Behrendt, Joachim Fahrun, Uta Kehseling, Anne Klesse und Daniel Müller, recherchierte das Thema in umfassender Weise und löste damit eine Welle weiterer Enthüllungen über vergleichbare Fälle in kirchlichen und außerkirchlichen Einrichtungen aus, heißt es in der Begründung der Jury. Den zweiten Preis, dotiert mit 8.000 Euro, erhalten Andreas Damm und Detlef Schmalenberg vom „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mediengruppe M. Du­Mont Schauberg) für ihre Aufarbeitung des Ein­sturzes des Kölner Stadtarchivs beim U-Bahn-Bau. Dabei hätten sie eine Fülle von bis dahin unbekannten Einzelheiten dargestellt, „aus denen sich gravierende Fehlleistungen der Verantwortli­chen, zum Teil mit kriminellem Einschlag, erga­ben“. Der mit 6.000 vergütete dritte Preis geht an den Redakteur der „Frankfurter Rundschau“ (ebenfalls Mediengruppe M. DuMont Schauberg), Matthias Thieme. Er berichtete in einer Serie über die Reglementierung von hessischen Steu­erfahndern, die aus dem Amt verdrängt wurden. „Die Zeitung legte dabei Verflechtungen innerhalb der hessischen Finanzverwaltung offen“, erläu­terten die Juroren ihre Entscheidung. Die Be­richterstattung habe daraufhin eine öffentliche Debatte und einen parlamentarischen Untersu­chungsausschuss ausgelöst. Mit dem Wächter­preis für Volontäre (4.000 Euro) wurde Christina Hucklenbroich, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, ausgezeichnet. Sie „berichtete anschaulich über die schwierige berufliche Situation junger Tier­ärzte und ermöglichte damit weitgehend unbe­kannte Einblicke in einen Beruf, der sich drama­tisch gewandelt“ habe. Die Preise werden am 18. Mai 2011 im Kaisersaal des Frankfurter Römers verliehen.

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