Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

09. März 2007 | Namen und Nachrichten

Wächterpreis geht an Journalisten von drei Zeitungen

Der Wächterpreis der Tagespresse 2007 geht an Journalisten von „Hamburger Abendblatt“ und der „Süddeutschen Zeitung“ (München) sowie der Lokalredaktion der „Westdeutschen Zei­tung“ in Burscheid. Dies teilte die Stiftung „Frei­heit der Presse“ am 8. März 2007 in Bad Vilbel bei Frankfurt am Main mit. Den 1. Preis in Höhe von 12.000 Euro erhalten die „Abendblatt“-Reporter Marion Girke und Christian Denso für ein „Lehrbeispiel für enga­gierten Journalismus und erstklassige Recher­che“. Die beiden machten den Fall einer alten Dame aus der Nähe von Pinneberg öffentlich, die auf Antrag einer Behörde entmündigt worden war. Anschließend wurde ihr Haus zu einem niedrigen Preis verkauft. Gegen alle Widerstände hätten die beiden Journalisten deutlich gemacht, dass hinter dem skandalösen Einzelfall grobe Missstände im Betreuungswesen stünden, erklärte die Jury. Der 2. Preis (8.000 Euro) geht an Hans Leyendecker und Nicolas Richter von der „Süddeutschen Zei­tung“, die den Fall des von der CIA entführten Deutsch-Libanesen Khaled El-Masri und das zö­gerliche Verhalten der Bundesregierung in dieser Angelegenheit zum Thema machten. „Beide ha­ben mit ihren Berichten und Analysen die Rolle deutscher und ausländischer Behörden im Kampf gegen den Terrorismus beleuchtet“, würdigte die Jury. Dies habe auch zur Einsetzung eines Unter­suchungsausschusses im Bundestag geführt. Den 3. Preis (6.000 Euro) erhält Ekkehard Rüger von der Lokalredaktion der „Westdeutschen Zei­tung“ im nordrhein-westfälischen Burscheid. Er recherchierte über den geplanten Besuch des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung der Burscheider Stadtwerke auf einer norwegi­schen Förderplattform. Die Reise der Gruppe sollte von zwei großen Energiekonzernen finan­ziert werden. Der Vorfall stieß eine allgemeine Debatte über die Grenzbereiche der Korruption an. Die Preise werden am 15. Mai im Kaisersaal des Frankfurter Römers verliehen. Die Auszeich­nungen werden vom Jury-Vorsitzenden Hermann Rudolph, dem Herausgeber des Berliner „Tages­spiegels“, überreicht.

zurück