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02. Mai 2017 | Namen und Nachrichten

VSZV: Verleger Valdo Lehari jr. erneut zum Vorsitzenden gewählt

2016_Lehari_jr..jpgValdo Lehari jr., Verleger des „Reutlinger General-Anzeigers“ und BDZV-Vizepräsident, wurde auf der Mitgliederversammlung des Verbandes Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV) in Ludwigsburg am 7. April einstimmig zum Vorsitzenden wiedergewählt.

In seiner viel beachteten Rede hob Lehari hervor, „dass Pressefreiheit und das funktionierende Pressewesen für die Demokratie und für die politische Willensbildung von existenzieller Bedeutung sind. Zeitungen seien dafür unverzichtbar. Auch als Antwort auf „Lügenpresse“-Vorwürfe von Populisten hätten die Verleger in Baden-Württemberg auf ihrer Jahresversammlung eine Imagekampagne für das Medium Zeitung beschlossen. Die Initiative trägt den Titel „Jedes Wort wert“ und soll helfen, das Ansehen der Presse zu verbessern, „gerade in einer Zeit, in der wir zunehmend Angriffen ausgesetzt sind“, erläuterte Lehari.

Zu der allgemeinen Lage auf dem Zeitungsmarkt äußerte sich der wiedergewählte Vorsitzende optimistisch: „Wir haben sehr gute Leistungswerte. Wir haben noch nie so viel Reichweite gehabt.“ Sehr gut entwickele sich die Leserschaft vor allem bei den Jugendlichen, die digitale Angebote der Zeitungen vermehrt abrufen würden.

Aktuelle medienpolitische Phänomene wie Hate-Speech, Fake News oder Social Bots zeigten klar, welche immense Bedeutung im Gegenzug dem Qualitätsjournalismus zukomme, erklärte der Sprecher der Landesregierung, Rudi Hoogvliet, in seiner Keynote zur VSZV-Jahrestagung. Eine funktionierende Demokratie sei auf die verlässliche Berichterstattung der Presseverlage, deren seriöse Einordnung und sachkundige Interpretation des Geschehens auf Basis gut recherchierter Tatsachen angewiesen. Hoogvliet forderte eine Stärkung der Rechtsdurchsetzungsmechanismen ein und sprach sich für eine Stärkung der Medienkompetenz aus. Die klassischen Medien zu stärken, sei daher auch eine Aufgabe der Politik.

Bei der Abendveranstaltung des Landesverbands im Schlosshotel Monrepos betonte der baden-württembergische Innenminister und Stellvertreter des Ministerpräsidenten, Thomas Strobl, dass die Pressefreiheit elementar sei für die Demokratie. Dabei kritisierte der Innenminister unter anderem die durch Algorithmen gesteuerte einseitige Nachrichtenselektion durch große Suchmaschinenanbieter und Aggregatoren, die letztendlich dazu führe, dass der Rezipient in einer Filterblase isoliert sei und durch einseitige Nachrichtenauswahl lediglich in seiner eigenen Haltung bestärkt, aber nicht über diese Grenzen hinaus informiert werde. Strobl zeigte sich zugleich überzeugt, dass sich Qualität durchsetzen werde, und ermutigte die Verleger, selbstbewusst und optimistisch die Zeitungen in die digitale Welt einzubringen.

 

Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden bei der Mitgliederversammlung gewählt: Thomas Brackvogel, „Südwest Presse“ (Ulm), Herbert Dachs, „Stuttgarter Zeitung“/„Stuttgarter Nachrichten“, Tilmann Distelbarth, „Heilbronner Stimme“, Dr. Björn Jansen, „Mannheimer Morgen“, Wolfgang Poppen, „Badische Zeitung“ (Freiburg), Dr. Kurt Sabathil, „Schwäbische Zeitung“ (Ravensburg), Rainer Wiesner, „Südkurier“ (Konstanz), und Martin Wilhelm, „Heidenheimer Zeitung“/„Heidenheimer Neue Presse“.

Mehr zur Jahresversammlung und der Imagekampagne auf der Website des VSZV: http://www.vszv.de/

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