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22. Juli 2010 | Allgemeines

VSZV-Präsident: Verlage müssen Stärke zeigen

Baden-Württembergs Ministerpräsident unterstreicht Bedeutung der Zeitungen und versprach keine weiteren Werbebeschränkungen

„Es muss Schluss damit sein, dass die Verlage ihre eigene Situation teilweise selbst schlecht reden und schreiben“, betonte Valdo Lehari jun. am 30. April 2010 auf der Jahresta-gung des Verbands Südwestdeutscher Zei-tungsverleger (VSZV). Der VSZV-Präsident und Verleger des „Reutlinger General-Anzei¬gers“ rief die anwesenden Verlagsvertreter auf, trotz der leicht rückläufigen Auflagen¬zahlen ihre Funktion als Träger der Presse¬freiheit und damit der freiheitlichen Demokra¬tie sowie als werthaltiges Informationsme¬dium selbstbewusst auszufüllen.

Ferner bekräftigte Lehari jun. die Forderung nach mehr Leistungsschutz im Urheberrecht. Suchmaschinenbetreiber und andere Online-Portale nutzten die kostenlosen Internet-Ange­bote der Zeitungsverlage ohne deren Genehmi­gung für kommerzielle Zwecke. „Wir begrüßen daher ausdrücklich, dass die Bundesregierung ein Leistungsschutzrecht für Verlage zügig auf den Weg bringen will. Es wird zumindest einen Beitrag leisten können, dass die Gratismentalität im Internet etwas kompensiert werden kann.“

Mit Blick auf die Reichweiten unterstrich Lehari jun., der zudem Präsident des europäischen Zeitungsverlegerverbands (ENPA) ist, die Stel­lung der gedruckten Zeitung: Trotz zunehmender Konkurrenz durch das Internet und die elektroni­schen Medien erreichten die Zeitungen täglich rund 71 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahre. „Selbst in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jähri­gen nutzen 56 Prozent und bei den 14- bis 19-Jährigen 45 Prozent jeden Tag ihre Zeitung“, betonte Lehari. „Es stimmt einfach nicht, wenn Marketingstrategen und Medienpolitiker mutma­ßen, dass die jüngeren Menschen nicht mehr Zeitung lesen.“

Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus hob in seiner Rede vor den Verlegern die Bedeu­tung der Printmedien hervor: „Zeitungen sind Orte, an denen die Gesellschaft zum Nachden­ken über sich selbst kommt.“ Mappus sprach sich gegen neue Werbebeschränkungen für Verlage aus. Am Beispiel des Schulzeitungs­projekts „Schule mit Zeitung – SCHmitZ“ betonte der Mi­nisterpräsident die Nützlichkeit des Zeitunglesens bereits in jungen Jahren und sicherte den Verla­gen auch zukünftig Unterstützung der Landesre­gierung für derartige gemeinsame Projekte zu.

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