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05. Mai 2016 | Namen und Nachrichten

VNZV-Jahreshauptversammlung: „Es herrscht Aufbruchstimmung"

„Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage der Branche gibt Anlass, um verhalten hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen", sagte Ewald Dobler, der Vorsitzende des Verbands Nordwestdeutscher Zeitungsverlage (VNZV) anlässlich der Jahreshauptversammlung des Verbands am 21. April in Hannover. Es herrsche Aufbruchsstimmung und man habe den notwendigen Mut, zu experimentieren und zu kooperieren. Es gelte, neue Relevanz zu schaffen bei den treuen Lesern und das Interesse zu wecken an glaubwürdigem Inhalt bei Nichtkunden. Die Verlage hätten heute so viele technische Möglichkeiten wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte. Dobler mahnte jedoch, bei allem notwendigen Ausprobieren das Kerngeschäft nicht zu vernachlässigen. Dies sstelle die eigentliche Herausforderung der Zeitung dar.

Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des BDZV, stellte in Hannover aktuelle Handlungsfelder der Arbeit des BDZV vor. In der Medienpolitik liege der Fokus insbesondere auf den Themen Netzneutralität, Suchmaschinenneutralität, Plattformregulierung sowie der Expansion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (Tagesschau-App). Ein weiteres Thema sei die Pressefusionskontrolle. Im Koalitionsvertrag habe die Regierungskoalition festgeschrieben, durch eine Reform des Kartellrechts die Möglichkeiten der Kooperationen von Verlagen mit Ausnahme des Redaktionellen zu erleichtern. Weitere Schwerpunkte der medienpolitischen Arbeit des BDZV seien das Urhebervertragsrecht sowie die unterschiedliche Besteuerung von digitalen Produkten und Printprodukten gewesen.

Tageszeitungen sind in Zeiten der digitalen Revolution und der rasanten Beschleunigung, der Glaubwürdigkeitskrisen und der zersplitternden Öffentlichkeiten notwendig, um die Gesellschaft zusammenzuhalten. Das sagte Prof. Bernhard Pörksen vom Lehrstuhl für Medienwissenschaft der Universität Tübingen und stellte acht Thesen vor, wie die Zeitungen diese Aufgabe erfüllen könnten. Dazu müsse die Zeitung ihre Arbeitsweise transparent machen, das Bewusstsein für den ökonomischen Wert eines rechercheintensiven Journalismus fördern, sich bei der Berichterstattung jeglicher Skandalisierung enthalten, das Medium des zweiten Gedankens werden und eine Sprache nutzen, die von allen Leserschichten verstanden werde.

(Foto: VNZV)(Foto: VNZV)Auch standen in Hannover Nachwahlen an. Es wurden gewählt: Burkhard Schaper, Verleger der „Neuen Deister-Zeitung“ (Springe), in den Geschäftsführenden Vorstand des VNZV; Friederike Pfingsten, Verlegerin der „Celleschen Zeitung“, Jochen Anderweit, Verleger der „Grafschafter Nachrichten“ (Nordhorn) und Harold Grönke, Geschäftsführer der „Nordwest-Zeitung“ (Oldenburg), in den Gesamtvorstand; Philipp Krause, Verleger der „Goslarschen Zeitung“, zum Schatzmeister. Die Amtsperiode läuft bis 2017, wenn die turnusmäßigen Wahlen zu allen VNZV-Gremien wieder anstehen.

 

 

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