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16. Oktober 2014 | Allgemeines

VG Media: Google verstößt gegen Kartellrecht

Themen: Google

Die von Google geplante Kürzung bei der Darstellung bestimmter Verlagsinhalte in seinen Suchergebnissen verstößt nach Einschätzung der Verwertungsgesellschaft Media „deutlich gegen das Kartellrecht“. „Google behandelt als Marktbeherrscher gleichartige Unternehmen ohne sachlich rechtfertigenden Grund unterschiedlich“, erklärte die VG Media am 16. Oktober in einer Pressemitteilung.

Von der Kürzung betroffen sind Verlage, die über die VG Media aus dem Leistungsschutzrecht Lizenzansprüche stellen. Inhalte aus diesen Häusern will der Internet-Konzern nach eigenen Angaben künftig nur noch mit Überschriften anzeigen. Weiterführende Textanrisse (Snippets) und Vorschaubilder (Thumbnails) sollen entfallen. Die verkürzte Darstellung einzelner Verlagsinhalte soll am 23. Oktober umgesetzt werden, heißt es.

Durch die Schlechterstellung wolle Google von den Presseverlagen eine kostenfreie Nutzung ihrer Inhalte erzwingen, kritisiert die Verwertungsgesellschaft. Die Ankündigung von Google stelle „einen neuen Sachverhalt dar, der vom Bundeskartellamt dringend geprüft werden muss".

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel gibt Presseverlagen laut VG Media Rückendeckung: „Ich benutze etwas und zahle dafür", erklärte er demnach in einer Diskussion mit dem Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt in Berlin. Dieser Grundsatz von ehrbaren Kaufleuten müsse auch zwischen Google und den Presseverlagen gelten, die ihr neues Leistungsschutzrecht wahrnehmen.

Die Kartellklage der VG Media und die Reaktion des Bundeskartellamts werden auch Thema bei den Medientagen München sein. Hier stellt sich am 22. Oktober der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, den Fragen der Journalisten Hans Werner Kilz und Hans-Peter Siebenhaar. Die VG Media lädt im Anschluss an diese Diskussion zu einem Hintergrundgespräch ein.

 

Ein Anmeldebogen für das Hintergrundgespräch sowie die Pressemitteilung der VG Media finden sich hier.

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