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10. Mai 2001 | Allgemeines

Veto gegen Online-Kooperation von ZDF und T-Online

VPRT-Präsident wendet sich an Rundfunkkommission der Länder

Schwere politische und rechtliche Bedenken gegen die geplanten Online-Aktivitäten des ZDF hat der Präsident des Verbands Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT), Jürgen Doetz, in einem Schreiben an den Vorsitzenden der Rundfunkkommission der Länder, Ministerpräsident Kurt Beck, erhoben. Doetz forderte die Länder auf, "die geplante Online-Kooperation zwischen ZDF und T-Online intensiv zu prüfen".

Die geplante Zusammenarbeit werfe viele Fragen auf, die wegen mangelnder Transparenz des ZDF-Vorgehens nicht abschließend beantwortet werden könnten, kritisiert der VPRT-Präsident. Dennoch müsse "eine Überprüfung durch die Länder erfolgen, bevor das ZDF Fakten schafft, die nur schwer rückgängig zu machen sind".

Besonders kritisch sieht der VPRT die vorgesehene Einblendung des Hinweises auf die Internet-Domain www.heute.t-online.de in jeder Nachrichtensendung des ZDF: Vor allem der aus Gebühren finanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk sei verpflichtet, alles dafür zu tun, eine von politischen und wirtschaftlichen Interessen unabhängige Berichterstattung zu leisten. Hier stelle sich dann die Frage, ob noch objektive Berichte über die Unternehmenspolitik der Deutsche Telekom oder T-Online zu erwarten seien. Neben der Gefahr für die journalistische Unabhängigkeit machte Doetz deutlich, dass bei der Kooperation zwischen ZDF und T-Online die "Grenze zur unerlaubten Schleichwerbung beziehungsweise zu verdecktem Sponsoring überschritten werden" könnte. Sein Fazit: Die geltenden Bestimmungen im Rundfunkstaatsvertrag sind nicht ausreichend, um eine Expansion von ARD und ZDF im Online-Bereich zu verhindern. Es müssten dringend eindeutige Regelungen geschaffen werden, die das Online-Engagement der öffentlich-rechtlichen Sender auf das erforderliche Maß begrenzten. Eine öffentlich-rechtliche Grundversorgung im Internet halte der VPRT für nicht notwendig, dass es "hier keinen Mangel an Übertragungswegen gebe und keine Defizite für die Meinungsvielfalt zu befürchten" seien.

Kontakt:
VPRT,
Susan Zahraii,
Telefon 0228/9345031,
E-Mail: zahraii@vprt.de

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