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21. Mai 2003 | Allgemeines

Verluste im Werbegeschäft dauern an

Stellenmärkte tief im Minus / überregionale Anzeigen legen zu

Das Werbegeschäft für die Zeitungen verlief auch im ersten Quartal 2003 schlecht. Die Umfänge bezahlter Anzeigen in lokalen und regionalen Abonnementzeitungen haben von Januar bis März 2003 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 9,4 Prozent abgenommen (erstes Quartal 2002: -16,5 Prozent).

Die Zahl der Prospektbeilagen verringerte sich um 11,3 Prozent. Die Heftumfänge sind im Vergleich mit dem Vorjahresquartal um 3,9 Prozent zurückgegangen; dabei stand dem deutlichen Minus beim Anzeigenumfang (-8,7 Prozent eine geringe Reduzierung der Textumfänge (-1,7 Prozent) gegenüber.

 

Die Geschäftsentwicklung in den westlichen und in den östlichen Bundesländern wich kaum voneinander ab: Während im Westen die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen im ersten Quartal 2003 kumuliert 9,4 Prozent verloren, mussten im Osten Verluste von 10,4 Prozent verzeichnet werden. Nach Nielsengebieten betrachtet, war das Anzeigengeschäft in Nielsen I mit –5,9 Prozent deutlich besser als der Durchschnitt, Nielsen IIIb bildete dagegen mit –13,6 Prozent das Schlusslicht.

 

Die negative Entwicklung der Anzeigenumfänge traf insbesondere hochauflagige Titel: Starke Verluste gab es in der Auflagenklasse über 200.000 Exemplare (-14,2 Prozent) und bis 200.000 Exemplare (-10,4 Prozent). Unterdurchschnittliche Verluste mussten Zeitungen mit einer Auflage bis 25.000 Exemplare beziehungsweise bis 50.000 Exemplare verkraften: Sie hatten ein Minus von 6,4 Prozent beziehungsweise 6,5 Prozent zu verzeichnen.

 

Betrachtet nach Anzeigensparten waren einmal mehr mit weitem Abstand die Stellenanzeigen (-39,2 Prozent) für den Rückgang der Anzeigenumfänge verantwortlich. Auch Immobilienanzeigen (-10,2 Prozent) und Veranstaltungen (-10,3 Prozent) trugen zum negativen Ergebnis deutlich bei. Es folgen Kfz-Anzeigen (-8,3 Prozent), Lokalanzeigen (-4,8 Prozent), Reiseanzeigen (-4,4 Prozent) und sonstige (-1,9 Prozent); im Plus dagegen sind die überregionalen Anzeigen (5,8 Prozent) und die Familienanzeigen (3,2 Prozent).

 

Unterscheidet man die Rubrikanzeigenmärkte nach West und Ost, so sind zum Beispiel in den neuen Bundesländern die Verluste bei lokalen Anzeigen, Immobilien und Reiseanzeigen deutlich höher als im Westen; dagegen fällt in den alten Ländern das Minus bei den Stellenanzeigen und den Kfz-Anzeigen sehr viel größer aus.

 

Eine ausführliche Dokumentation der Anzeigenstatistik ist für Mitglieder der ZMG zu beziehen über: ZMG; Urszula Wrzeciono, Telefon 069/973822-48, E-Mail wrzeciono@zmg.de.

 

Internet: www.zmg.de

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