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06. Juni 2001 | Digitales

W3B-Studie: Durch Print ins Netz

Fast 90.000 Internet-Nutzer befragt / Sicherheitsbedenken gegen E-Commerce

Nach Suchmaschinen und Mundpropaganda sind Printanzeigen die wichtigste Informationsquelle zum Auffinden von Websites. Für 46,5 Prozent der Internet-Gesamtnutzerschaft ist Werbung in Zeitungen oder Zeitschriften eine wichtige Informationsquelle zum Auffinden neuer Internet-Angebote. Werbung im Internet (28,6 Prozent), im Fernsehen (27,6 Prozent) oder auf Plakaten (26,9 Prozent) verleitet sehr viel weniger Nutzer zum Besuch einer Website. Zu diesem Ergebnis kommt die 12. Erhebungswelle der W3B-Studie der Marktforscher von Fittkau & Maaß.

39,9 Prozent der Befragten möchten auf das Internet "keinesfalls verzichten". Für weitere 39,1 Prozent spielt das Netz im täglichen Leben eine "wichtige Rolle". Während 15,3 Prozent Werbe-Banner nicht beachten, finden 24,9 Prozent Internet-Werbung "okay", da durch sie die Online-Angebote finanziert würden. Abgefragt wurde auch die Bereitschaft, für Inhalte oder Services im Netz zu bezahlen. 51 Prozent der Surfer sind dazu nicht bereit. 19 Prozent würden für Informationen oder Nachrichten bezahlen, allerdings nur, wenn sie hochwertig und aktuell sind. 14,3 Prozent wären bereit, für die Online-Nutzung von Programmen in die Tasche zu greifen. Das Herunterladen von Musik oder Filmen wäre nur 16,4 Prozent der Internet-Nutzer Geld wert.

Wenig erfreulich sind die Umfrageergebnisse zum E-Commerce. Erstmals ging die Zahl derer, die im nächsten Halbjahr "bestimmt" online einkaufen wollen, zurück. Waren es bei der 11. Welle im Herbst noch 64 Prozent, so sank die Zahl auf 53 Prozent. Neben den bekannten Sicherheitsbedenken gegenüber dem Online-Zahlungsverkehr bemängeln diesmal 56,8 Prozent der Befragten, dass ihre persönlichen Daten an andere Firmen weitergeleitet würden. Der Weiterverkauf von Kundendaten, den einige E-Commerce-Unternehmen als Nebenverdienstquelle entdeckt haben, würde besonders die User verärgern, die bereits online eingekauft hätten, so die Marktforscher von Fittkau & Maaß.

Bei der 12. Erhebungswelle der W3B-Studie wurden rund 87.500 Internet-Nutzer im April und Mai online befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung sind aufgrund der so genannten "Selbstselektion" nicht repräsentativ: Die User gelangen per Links zu dem Fragebogen und machen sich so selbst zu Befragten und werden so nicht repräsentativ ausgewählt. Bei einer Befragungsdauer von rund 20 Minuten sind zumindest die Nutzer, die nicht selbst für den Internet-Zugang zahlen müssen, überrepräsentiert. Trotz dieser methodischen Schwäche sollten die Ergebnisse zumindest als Stimmungsbarometer ernst genommen werden.

An der W3B-Untersuchung kann jeder Betreiber einer Website teilnehmen. So können wichtige Daten über die Nutzerstruktur seines Internet-Angebots ermittelt und mit denen der Internet-Gesamtnutzerschaft verglichen werden.

Im Internet: www.fittkaumaass.de

Quelle: w&v online, Frankfurter Rundschau, 1.6.2001, e-market, 31.5.2001

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