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01. April 2009 | Allgemeines

Verlegerverbände bekennen sich zum Grosso-System

Gemeinsame Erklärung von 2004 bleibt Grundlage für Zusammenarbeit

Die zwischen BDZV, Verband Deutscher Zeitschriftenverleger und Bundesverband Presse-Grosso im Jahr 2004 vereinbarte „Gemeinsame Erklärung“ mit dem Bekenntnis zu Grundsätzen des Presse-Grosso-Systems bleibt uneingeschränkt Grundlage der Zusammenarbeit zwischen den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen und den Presse-Grossisten. Das bestätigten die Unterzeichner der Gemeinsamen Erklärung am 23. März 2009 in Berlin anlässlich eines Gesprächs, zu dem der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, eingeladen hatte und das „der Evaluation und Aussprache über aktuelle Herausforderungen des Grosso-Vertriebssystems“ dienen sollte.

Seitens des Ministeriums wurde die Zusam­menkunft mit der Absicht des Gesetzgebers und der Bundesregierung begründet, die Vorausset­zungen für Pressefreiheit und Pressevielfalt zu erhalten. Anlass des Gesprächs waren Irritatio­nen zwischen der Verlagsseite und dem Presse-Grosso im Umfeld der Verhandlungen über neue Grosso-Handelsspannen. Dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gehe es um eine vermittelnde Rolle, heißt es in einer ge­meinsamen Presseerklärung von BDZV, Presse-Grosso und VDZ. „Die Bundesregierung sieht sich demnach als Moderator und präferiert den konsensualen Ausgleich zwischen den handeln­den Parteien an Stelle von regulativen Maßnah­men.“

Die „Gemeinsame Erklärung“ aus dem Jahr 2004 wurde von Seiten des Beauftragten für Kul­tur und Medien als „eine gute Grundlage für den Konsens zwischen Verlagen und Presse-Gros­sisten“ bezeichnet, um das Pressevertriebssys­tem mit seinen spezifischen Grundsätzen zu er­halten. Die Bundesregierung werde auch weiter­hin auf eine Einhaltung dieser Erklärung achten.

Die Geschäftsführer von BDZV und VDZ, Jörg Laskoswski und Wolfgang Fürstner, erklärten, dass Zeitungs- und Zeitschriftenverlage „trotz Meinungsverschiedenheiten in Einzelfällen“ wei­terhin uneingeschränkt zur „Gemeinsamen Erklä­rung“ stünden. Mit Blick auf die Kündigung meh­rerer norddeutscher Grosso-Unternehmen durch ein Verlagshaus führte Wolfgang Fürstner aus, dass diese derzeit Gegenstand gerichtlicher Ver­fahren seien und deshalb nicht im Detail erörtert werden könnten. BDZV-Geschäftsführer Jörg Laskowski wies darauf hin, dass die Zeitungs­verleger derzeit viel größere Gefahren für das Verlagsgeschäft durch regulatorische Initiativen aus Brüssel und Berlin sähen, etwa die Novellie­rung des Bundesdatenschutzgesetzes oder weit­reichende Werbeverbote. Grosso-Präsident Wer­ner Schiessl bestätigte, dass das Presse-Grosso in der privatwirtschaftlichen Regelung auch künf­tig grundsätzlich die übergeordnete Grundlage der Zusammenarbeit zwischen Verlagen und Pressehandel zur Sicherung der Pressevielfalt und Überallerhältlichkeit sehe.

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