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06. April 2017 | Namen und Nachrichten

Verlegerrecht: BDZV-Präsident fordert Gesetz zum Schutz geistigen Eigentums

Deutsche Content Allianz stellt Positionspapier vor

2016_Dr._Döpfner.jpg„In einer Kulturnation muss geistiges Eigentum genauso angesehen, wertvoll und schützenswert sein wie dingliches Eigentum. Wenn es heute erlaubt wäre, Brot aus den Geschäften zu stehlen, weil es ein Grundnahrungsmittel ist, würde es keine Bäckereien mehr geben. Egal ob Musik, Film oder Verlagsbranche, wir brauchen ein europäisches Gesetz zum Schutz geistigen Eigentums“, sagte BDZV-Präsident Dr. Mathias Döpfner anlässlich der Vorstellung des neuen Positionspapiers der Deutschen Content Allianz (DCA) bei der Kulturkonferenz am 5. April 2017 in Berlin. Es sei jetzt wichtiger denn je, betonte Döpfner, dass die kreativen Branchen ihre Interessen gemeinsam verträten.

Die DCA fordert eine zukunftsfähige Digitale Agenda, die die Marktbedingungen und die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Kultur- und Medienwirtschaft nachhaltig verbessert. Ihre Leistungen sind von hoher wirtschaftlicher, kultureller und gesellschaftlicher Bedeutung und müssten deshalb einen besonderen Platz in der parteipolitischen Positionierung erhalten. Unter der Überschrift „Inhalte strömen nur, solange die Quellen sprudeln“ stellten Jürgen Doetz (VPRT), Dr. Mathias Döpfner (BDZV), Prof. Dieter Gorny (BVMI), Dr. Harald Heker (GEMA), Jan Herchenröder (VDD), Alfred Holighaus (SPIO), Dr. Stephan Holthoff-Pförtner (VDZ) und Alexander Skipis (Börsenverein des Deutschen Buchhandels) heute bei einem Treffen in Berlin ein Positionspapier vor, das die Punkte benennt, die für Stabilität und Wachstum der Branchen als wesentlicher Teil der digitalen Ökonomie unverzichtbar sind.

Die Deutsche Content Allianz ist das Bündnis der Kultur- und Medienwirtschaft in Deutschland. Die seit 2009 in ihr zusammengeschlossenen Partner repräsentieren Unternehmen und Urheber aus der deutschen Buch-, Film-, Musik-, Presse- und Rundfunkbranche.

Jürgen Doetz, Koordinator der DCA: „Für die Zukunft der Kultur- und Medienbranchen wie für die Zukunft Europas als Kultur-, Wirtschafts- und Gesellschaftsraum ist es unerlässlich, dass mit Blick auf den Wert von Inhalten ein Umdenken stattfindet – politisch, aber auch gesellschaftlich. Inhalte sind kein „Beiwerk“ technologischer Entwicklungen, sondern ihr wesentlicher Treiber.“

Zu den im Positionspapier formulierten Forderungen gehört unter anderem die Schaffung eines digitalen Ökosystems, in dem Online-Plattformen die Kreativen und ihre Partner fair an der Wertschöpfung beteiligen, die sie mit deren vielfältigen Inhalten erzielen. Die Rechte der Urheber und ihrer Partner müssten gestärkt werden, der Zugang zum offenen Internet und die kommunikative Chancengleichheit gewährleistet sein, der digitale Verbraucherschutz für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar gestaltet und Kreativität und Technik zusammen gedacht werden. In der aktuellen weltpolitischen Lage solle darüber hinaus die Chance genutzt werden, die Errungenschaft der Pluralität sowie der kulturellen und sprachlichen Vielfalt in Europa selbstbewusst regulatorisch zu stabilisieren und auch im Rahmen der Weiterentwicklung des digitalen Binnenmarkts ernst zu nehmen.

Das vollständige Positionspapier der DCA finden Sie unter www.deutsche-content-allianz.de.  

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