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14. Oktober 2004 | Allgemeines

Verleger warnen: Jobs in Gefahr

Künstlersozialversicherung will Abgabe für freie Mitarbeiter um 35 Prozent verteuern

Der BDZV sowie andere Medienverbände haben am 8. Oktober 2004 in Berlin gegen die für 2005 geplante Anhebung der Künstlersozialabgabe für freie Mitarbeiter um 35 Prozent protestiert.

Die Anhebung der Abgaben auf die Honorare für freie Mitarbeiter um 35 Prozent sei angesichts der Diskussion um eine Entlastung der Unternehmen von Nebenkosten geradezu widersinnig, heißt es in einem gemeinsamen Brief von BDZV, VDZ (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger), APR (Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk) und VPRT (Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation) an das Ministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung. Nach Planung des Ministeriums soll der Beitragssatz zur Künstlersozialversicherung im kommenden Jahr von 4,3 auf 5,8 Prozent steigen, nachdem er bereits von 2003 auf 2004 um 14 Prozent angehoben worden war. Mit der auf jedes Honorar für freie Mitarbeiter anfallenden Abgabe finanziert die Künstlersozialkasse die Leistungen für ihre Mitglieder.

Verlage und andere Medienunternehmen, die beispielsweise im Jahr 2003 100.000 Euro an Künstlersozialabgabe zahlten, müssten danach im kommenden Jahr 150.000 Euro abführen. In der überwiegend mittelständisch strukturierten Medienbranche werde diese Steigerung zwangsläufig dazu führen, dass in gleicher Höhe bei den Ausgaben für freie Mitarbeiter gespart werde, heißt es in dem Schreiben weiter.

 

„Die erst in der letzten Legislaturperiode vorgenommene Novellierung des Künstlersozialversicherungsgesetzes hat sich damit als falscher Weg zur Sicherung der Sozialversorgung für freie Berufsgruppen wie Journalisten, Fotografen und Künstler erwiesen. Jetzt ist genau das Gegenteil der damals angekündigten Stabilisierung der Beiträge eingetreten“, so ein Sprecher der Verbände.

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