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07. Mai 2004 | Allgemeines

Verleger starten internationales Förderprogramm „Zeitung in der Schule“ für junge Demokratien

Experten aus 23 Nationen tagen im Berliner „Haus der Presse“

Ein 1,5 Millionen Euro schweres Förderprogramm des Weltverbands der Zeitungen (WAN) in Paris soll die Rolle der Zeitungen in jungen Demokratien fördern. Im Mittelpunkt der Aktivitäten, die von dem norwegischen Papierhersteller Norske Skog bis 2007 gesponsort werden, steht die Entwicklung von Leseförderungsprojekten wie „Zeitung in der Schule“.

Anlässlich eines Treffens von 25 Experten aus 23 Nationen am 19. und 20. April 2004 beim BDZV in Berlin herrschte Einigkeit darüber, dass die Bedeutung der Tageszeitung für das Leseverständnis von Kindern und Jugendlichen gar nicht hoch genug geschätzt werden kann. Gleichwohl berichteten die Vertreter der Verlegerverbände aus Russland, Rumänien, Island, Serbien, Mazedonien, Indonesien und Ghana auch von bürokratischen Hürden, die es bei allem guten Willen der Lehrer noch zu überwinden gelte. Vor diesem Hintergrund machten die Vertreter der bereits seit Jahrzehnten mit Leseförderungsprojekten in der Schule aktiven Länder wie Norwegen, Finnland, Deutschland und Belgien deutlich, dass es nicht Aufgabe allein der Zeitungen sein könne, mit teilweise erheblichem Aufwand und großem Engagement Leseförderung zu betreiben. Hier seien auch die Eltern und die Politik gefragt, sich früher, besser und langfristiger um die Ausbildung der Kinder zu kümmern.

 

„Zeitung in der Schule“ ist ein weltweit eingesetztes Instrument der Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen. Deutschland ist – neben den USA, Finnland, Norwegen und Schweden – eines der Länder, dessen Verlage am längsten und nachhaltigsten Schulprojekte anbieten. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 500.000 deutsche Schülerinnen und Schüler auf diesem Weg erreicht. Auf internationaler Ebene werden die Aktivitäten für junge Leser koordiniert vom Weltverband der Zeitungen.

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