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10. September 1999 | Allgemeines

Verleger rufen zum Schutz von Werbefreiheit und Urheberrecht auf

Informationsveranstaltung mit Euro-Parlamentariern in Brüssel

Spitzenvertreter der europäischen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage haben zum Schutz der Werbefreiheit und des Urheberrechts in Europa aufgerufen. Die Medien müssten vor Angriffen auf ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit geschützt werden, erklärte der Präsident des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Hubert Burda, am 7. September 1999 bei einer Informationsveranstaltung mit Europaparlamentariern in Brüssel.

Der Präsident des Europäischen Zeitungsverlegerverbands (ENPA), Werner Schrotta, verurteilte die Eingriffe von Brüssel und Straßburg in die Werbefreiheit als Schlag gegen die Informations- und Pressefreiheit. Ähnlich äußerte sich auch Burda: "Es gibt in unseren Gesellschaften und besonders in den Organisationen, die über die Zukunft unseres gemeinsamen Europas entscheiden, Tendenzen, die uns beunruhigen, schlimmer: die uns zwingen, die Alarmglocken zu läuten". Sogar neueste Technik wie das Internet, das eigentlich ein weltweites und offenes Medium sein solle, sei davon betroffen. In einigen Ländern werde der Zugang zu dem weltweiten Datennetz behindert. Burda verwies darauf, dass die 6.400 Zeitungen und 36.000 periodisch erscheinenden Verlagsprodukte in Europa zum Überleben dringend auf Werbung angewiesen seien. Das Werbeverbot für Tabak, das bis zum Jahr 2006 EU-weit verwirklicht sein soll, werde der Verlagsbranche großen Schaden zufügen.

Der Präsident der europäischen Zeitschriftenverleger, Louis Croonen, verwies darauf, dass das Verlagswesen den einzigen globalen Sektor darstelle, in dem Europa der Konkurrenz weltweit voraus sei. Deswegen seien "die europäischen Verleger auch entschlossen, die Prinzipien dieser Basis unseres Erfolges ..... zu verteidigen", betonte Croonen. Der Wahrung der Urheberrechte komme größte Bedeutung zu. "Alles steht in Frage, wenn - wie vorgesehen - die elektronischen Kopien unserer Arbeit nicht den selben Schutz genießen werden wie die Druckerzeugnisse."

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