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14. Mai 2009 | Allgemeines

Verleger: Ohne Werbebriefe droht hohes Auflagenminus

Hessische Zeitungsverleger tagen in Dillenburg

Die Zeitungsverlage sehen mit großer Sorge die geplanten gesetzlichen Verschärfungen beim Verschicken von Werbepost in eigener Sache. Damit würde den ohnehin von Auflagenrückgang und Anzeigenminus geplagten Verlagen ein weiterer Schlag versetzt, sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen anlässlich der Jahrestagung der hessischen Zeitungsverleger (VHZV) am 4. Mai 2009 in Dillenburg. Hier werde mit Blick auf den Verbraucherschutz und jüngste Datenskandale übers Ziel hinausgeschossen, kritisierte Heinen.

In der geplanten Datenschutznovelle geht es um Einschränkungen bei Handel und Verwen­dung von personenbezogenen Daten. Die Auflage verringere sich jedes Jahr um bis zu zehn Prozent allein zum Beispiel durch Wegzüge und Sterbe­fälle. Dieses Minus werde unter anderem mit Hilfe der Werbepost wettgemacht, erläuterte der BDZV-Präsident. Grundlage hierfür seien die Adressdateien von Dienstleistern. Die Zeitungs­verlage seien gar nicht im Besitz der Daten, stellte Heinen weiter klar. Vielmehr bekämen sie diese nur über den Rücklauf, falls sich jemand unter den Angeschriebenen für ein Abonnement interessiere. Würde das sogenannte Listenprivi­leg im Datenschutzgesetz fallen, könnte sich das mittelfristig zu einer „fast tödlichen“ Bedrohung für die Verlage auswachsen.

Der Vorsitzende des Hessischen Zeitungsver­legerverbands, Wolfgang Maaß, warnte ebenfalls davor, diese Art der Werbung um neue Leser zu erschweren. Noch halte sich der aktuelle Aufla­genrückgang mit unter zwei Prozent in Grenzen. Aber seit Herbst 2008 sei auch bei den Zeitungs­verlagen die Finanzkrise spürbar. So seien die Anzeigenumfänge im Vergleich zum Vorjahr um gut fünf Prozent zurückgegangen. Am stärksten betroffen seien hierbei die Stellenmarkt- und Im­mobilienanzeigen.

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