Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

20. Dezember 2000 | Digitales

Verleger gegen Internetpläne des WDR

ZVNRW fordert klare Definition des Programmauftrags

Der Zeitungsverlegerverband NRW hat das Vorhaben des WDR kritisiert, das Internet als dritte Programmsäule neben Hörfunk und Fernsehen zu nutzen. Bei einer Veranstaltung der CDU-Landtagsfraktion am 15. Dezember in Düsseldorf forderte der Geschäftsführer des Verbands, Udo Becker, eine klare Definition des Programmauftrags für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Die Konzentration auf die Grundversorgung im Rundfunkbereich schaffe Klarheit im Verhältnis zu den privaten Medien und verhindere ein ständiges Ansteigen der Rundfunkgebühren. Die Internetaktivitäten des WDR müssten nach dem Rundfunkstaatsvertrag einen überwiegenden Programmbezug zum Rundfunk aufweisen und werbefrei sein. Für den Fall einer Aufweichung dieser Grenzen kündigte der ZVNRW den Widerstand der Zeitungsverleger an.

Einer privatwirtschaftlichen Betätigungsfreiheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks - wie sie die CDU in einem medienpolitischen Grundsatzpapier fordert - erteilte Becker eine klare Absage. Es könne nicht sein, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk wie ein privates Medienunternehmen in alle Märkte vordringen dürfe und ihm von der Medienpolitik weitgehende Vermarktungsfreiheiten bis hin zum E-Commerce im Internet zugestanden würden. Die Legitimation eines auf ständige Programmvermehrung ausgerichteten öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerate in der vielfältigen digitalen Medienwelt immer mehr ins Wanken.

zurück