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18. Februar 2009 | Allgemeines

Verleger fordern flankierende medienpolitische Maßnahmen

Unterstützung für Koalitionsantrag zur Lage der Zeitungen

Der Zeitungsverleger Verband Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) unterstützt die Initiative der nordrhein-westfälischen Koalitionsfrak¬tionen von CDU und FDP zur Reform des Me-dienkonzentrationsrechts und der Pressefusi-onskontrolle. Ein entsprechender Antrag der Fraktionen mit dem Ziel einer vielfältigen Zei-tungslandschaft in Nordrhein-Westfalen war am 12. Februar 2009 Gegenstand der Bera¬tungen im Düsseldorfer Landtag. Die NRW-Verleger sprechen sich gleichzeitig, teilte der ZVNRW dazu mit, für eine „Bestands- und Entwicklungsgarantie“ für die Zeitungsver¬lage aus.

„Unsere Zeitungen in NRW werden täglich von 73 Prozent der Bürger gelesen, bei der jungen Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen erreichen wir 59 Prozent“, damit seien die Zeitungen das reichweitenstärkste Medium, sagte dazu Clemens Bauer, Vorsitzender des Landesverbands. Der Koalitionsantrag bestätige die einmalige Zei­tungsdichte in Nordrhein-Westfalen. Knapp zwei Drittel der Bürger im Land hätten täglich die Wahl zwischen zwei Zeitungen mit lokaler Information. Auch seien Zeitungen „im Vergleich mit Fernse­hen, Hörfunk und Internet das mit Abstand glaubwürdigste Medium“, betonte Bauer weiter.

Angesichts rasanter Entwicklungen im Internet und einer sich ändernden Mediennutzung forder­ten die Zeitungsverleger flankierende Maßnah­men der Medienpolitik zur Stärkung der Zeitung. Die Bemühungen des Landtags und der Landes­regierung um eine Novellierung des Landesme­diengesetzes (LMG) und eine Änderung des §33 LMG NW würden von den Zeitungsverlegern sehr begrüßt, versicherte Bauer.

Die schwarz-gelbe Regierungskoalition in Nord­rhein-Westfalen will Modelle prüfen, die den Zei­tungsverlagen Mehrheitsbeteiligungen an regio­nalen und lokalen Rundfunksendern ermöglichen. Ferner sollen – gemeinsam mit den Verlegern – Lösungen gefunden werden, um wirtschaftliche Verbindungen in der Verlagsbranche zu erleich­tern. Aus Sicht des ZVNRW wäre dies über eine Neufassung des §36 GWB (Gesetz gegen Wett­bewerbsbeschränkungen) denkbar: So könnte Nachbarverlagen, die sich über mehr als zehn Jahre keinen Wettbewerb gemacht haben, der Zusammenschluss erlaubt werden, erläuterte Bauer. Auch eine stärkere Berücksichtigung der Zeitung im Schulunterricht und eine stärkere fi­nanzielle Beteiligung des Landes für breiter an­gelegte Schulprojekte der Verlage seit gut vor­stellbar.

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