Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

12. Juli 2007 | Allgemeines

Verleger begrüßen Umdenken bei Kopierabgabe

Zweite Urheberrechtsnovelle verabschiedet / Unbekannte Nutzungsarten können übertragen werden

Der Deutsche Bundestag hat am 5. Juli 2007 das Zweite Gesetz zur Regelung des Urheber-rechts in der Informationsgesellschaft verab-schiedet. Zu den im Vorfeld heftig umstritte¬nen Themen zählte unter anderem die so ge¬nannte „Kopierabgabe“. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der BDZV begrüßen, dass die bisher geplante Deckelung der Urheberrechtsabgaben bei Kopiergeräten und Speichermedien auf fünf Prozent des Gerätepreises wieder gestrichen wurde. Hierfür hatte sich ein breites Bündnis von Urhebern sowie den Verbänden der Zei¬tungs-, Zeitschriften- und Buchverlage gegen den massiven Widerstand der Geräteindustrie eingesetzt.

Abgeschafft wurde die Regelung, dass zukünf­tige Nutzungen, die bei Vertragsabschluss zwi­schen Verlag und Autor nicht bekannt waren, auch nicht erlaubt werden dürfen. So war zum Beispiel 1985 das Internet unbekannt. Die Auto­ren konnten damals dem Verlag daher überhaupt nicht gestatten, ihre Beiträge auch in diesem Me­dium anzubieten. Der Nacherwerb der Rechte scheiterte häufig, weil der Urheber nicht mehr zu ermitteln war. VDZ und BDZV bezeichneten die Gesetzesnovellierung in diesem Punkt daher als „echten Fortschritt“. Mit dem neuen Gesetz werde es auch leichter, die Printarchive der Verlage zu digitalisieren.

Ebenso wichtig sei, machten VDZ und BDZV deutlich, dass dank der Urheberrechtsnovelle der elektronische Dokumentenversand und die Ter­minal-Nutzung geschützter wissenschaftlicher Werke in Bibliotheken begrenzt werde. Die Förde­rung der Wissensgesellschaft gelinge nur, wenn den wissenschaftlichen Verlagen eine wirtschaft­liche Grundlage bleibe.

zurück