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25. April 2006 | Allgemeines

Verlage stellen sich neuen Aufgaben

VNZV-Jahresversammlung: Vorsitzender Knochen setzt auf Kooperationen

In der Debatte um die Zukunft der Tageszeitungen planen immer mehr Verlage, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung des Verbands Nordwestdeutscher Zeitungsverlage (VNZV) am 20./21. April 2006 in Oldenburg deutlich.

So positionierten sich die Zeitungen lokal, re­gi­onal und national als alternative Postdienstlei­ter, um ihre Kompetenz im Bereich Vertrieb auch in alternativen Geschäftsfeldern auszunutzen. „An weiteren, vielleicht lukrativeren Feldern mit dem Geschäft mit Büchern und Kar­ten müssen wir mit Hochdruck arbeiten“, sagte der VNZV-Vorsit­zende Jörg-Peter Knochen. Dies gelte besonders für das Internet. Knochen wies darauf hin, dass die Kooperation der Verlage untereinander in Zukunft für das wirtschaftliche Überleben der kleinen Verlage in Niedersachsen unabdingbar sei. Das Thema „Pressefusions­recht“ sei daher ein zentraler Punkt in der Arbeit des VNZV ebenso wie der Streit um Handelsre­gisteranzei­gen.

BDZV-Präsident Helmut Heinen bekräftigte in seinem Grußwort die Kritik der deutschen Zei­tungsverleger an der von der EU-Kommission geplanten Legalisierung von Product-Placement im Fernsehen. Der Bundesrat teile die Einschät­zung des BDZV, dass die geplanten Änderungen nicht geeignet sind, eine Irreführung des Verbrauchers auszuschließen und die redaktio­nelle Unabhängigkeit zu sichern. Zu der anhal­tenden Diskussion um das Tabakwerbeverbot führte Heinen aus, dass die deutsche Bundesre­gierung die – auch vom BDZV geteilte – Auffas­sung vertrete, dass die EU hier unberechtigt in nationale Zuständigkeiten eingreife. Die Klage der Bundesregierung gegen die EU sei noch vor dem Europäischen Gerichtshof anhängig, mit einer Entscheidung sei nicht vor Juni zu rechnen.

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