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20. Dezember 2012 | Allgemeines

Verlage setzen auf Paid Content

Mehr als 30 Zeitungen haben bereits Paywalls errichtet

"Kaum eine Website kann sich dauerhaft nur über Werbung finanzieren. Paid Content heißt von daher das Schlagwort der Stunde", zeigt sich Verlagsberater Gregor Waller im aktuellen BDZV-Jahrbuch überzeugt. Und die Entwicklung der vergangenen Monate scheint ihm recht zu geben. Während Anfang des Jahres gerade einmal eine gute Handvoll Verlage Bezahlschranken auf ihren Websites errichtet hatten, sind es nunmehr 31.

Seit Anfang Dezember 2012 gehören dem "Leserclub"-Kreis, wie es kürzlich süddeutsche.de-Chefredakteur Stefan Plöchinger nannte, auch die "Deister- und Weserzeitung" (Hameln, Dewezet), die "Badische Zeitung" in Freiburg und "Die Welt" in Berlin an. Während die beiden Letztgenannten auf das bereits bei der "New York Times" erprobte Metered-Modell setzen, hat sich der Verlag in Hameln zu einer Freemium-Variante entschlossen: Hierbei entscheidet die Redaktion von Artikel zu Artikel, was gebührenpflichtig und was weiterhin kostenlos zugänglich ist. "Wir suchen nach einem Geschäftsmodell für die digitale Welt", sagte Axel-Springer-Vorstandschef Matthias Döpfner bei der Vorstellung der "Welt"-Paywall in Berlin und fügte hinzu: "Wir wollen, dass Qualitätsjournalismus ein Geschäftsmodell bleibt."


"Der Charme des Metered-Modells ist, dass es bei gelegentlichen oder zufälligen Nutzern überhaupt nicht greift - und deren vermarktbare Page Impressions deshalb auch nicht verloren gehen", analysiert Waller in seinem Jahrbuchbeitrag. Denn sowohl bei der zur Axel Springer AG gehörenden "Welt" als auch bei der "Badischen Zeitung" können User erst einmal 20 beziehungsweise sogar 25 Artikel kostenlos lesen, bevor sich die Bezahlschranke überhaupt schließt. Zudem können zumeist auch Artikel kostenfrei gelesen werden, auf die aus Suchmaschinen oder sozialen Netzwerken verlinkt wird.


Anders bei der "DeWeZet": "Frei zugänglich bleiben bei diesem Modell zumeist Artikel, die die User auch auf anderen Websites finden", so Waller. Exklusive Geschichten, Kommentare oder Portraits seien hingegen fast immer kostenpflichtig. Als großen Nachteil am Freemium-Modell sieht der Verlagsexperte, dass das "traffic-treibende Potenzial von sozialen Netzwerken nicht mehr genutzt werden kann". Von daher entscheide laut Waller vor allem der aus Nutzersicht exklusive Content im Vergleich zum nicht-exklusiven über den Erfolg eines Freemium-Modells.


Unter den aktuell 31 vom BDZV gezählten Websites mit Paid Content setzen fünf auf das Metered Modell, der Rest auf Freemium-Varianten oder Harte Bezahlschranken. Die vollständige Liste ist hinterlegt unter: http://www.bdzv.de/zeitungen-online/paidcontent/.

Weitere Informationen zum Thema Paid Content und Digitalstrategien der Verlage finden sich auch im neuen BDZV-Jahrbuch "Zeitungen 2012/13". Es kann hier zum Preis von 24 Euro bestellt werden.

 

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Ort: Berlin

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