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17. November 2000 | Digitales

Verlage profitieren vom Internet-Boom

BDZV-Präsident Helmut Heinen brachte es bei den Münchner Medientagen auf den Punkt: Das Internet avanciert auch hier bei uns zum Massenmedium. 18 Millionen Bundesbürger, rund 30 Prozent der Bevölkerung, nutzen das Netz. Das sind doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. Das Wachstum geht weiter - wahrscheinlich noch schneller. Und die Nutzer erwarten auch vom Online-Angebot des regionalen Zeitungsverlags höchste Professionalität. Die bloße Devise "Dabei sein ist alles" gilt für Verlage nicht mehr.

Die Zeitungen profitieren vom Internet-Boom. Freilich werden bisher kaum Erlöse generiert, die Investitionen kosten die Verlage viel Geld; und niemand im Online-Markt weiß so recht, wohin die Reise letztlich geht. Erfreulich ist hingegen, dass die Zugriffe auf die Online-Angebote der Zeitungen im Schnitt rasant angestiegen sind und sich innerhalb eines Jahres verdoppelt haben. Und die Nutzer der Zeitungsangebote sind noch höher gebildet, haben noch höhere Einkommen und sind noch mehr an E-Commerce interessiert als die durchschnittliche Netz-Community. Gute Voraussetzungen im neuen Markt, in dem gerade die Zeitungen mit einem offensiven Cross-Marketing antreten können.

Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass es den Nutzern eben nicht darum geht, wahl- und ziellos im Netz zu surfen, sondern schnell und komfortabel zu erstklassigem Content zu kommen. Dabei spielen auch Glaubwürdigkeit und Vertrauen eine immer stärkere Rolle. Kein Wunder also, dass verlagsferne Online-Dienste an Zeitungsinhalten großes Interesse haben. Sollen die Verlage ihre Inhalte an Dritte liefern? Falls ja, zu welchen Konditionen? Das Thema "Syndication" bewegt derzeit die Verlage wie kaum ein anderes.

Erfreulich ist, dass die wachsende Internet-Nutzung bisher nicht zu Lasten der gedruckten Zeitung geht. Weder im Leser- noch im Werbemarkt. Verlierer ist offensichtlich das Fernsehen, wie jüngst wieder eine US-Studie bestätigte. Doch wäre es falsch, hieraus eine Regel für die Zukunft abzuleiten.

Hans-Joachim Fuhrmann, Leiter Kommunikation + Multimedia

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