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12. Juli 2012 | Allgemeines

Verlage müssen noch mehr auf die lokale Nische setzen

Nachwuchsführungskräfte entwickeln beim zweiten BDZV/ZV-Sommercamp neuartige Businessmodelle

„Die Zukunft ist heute“, so lautete das Motto des zweiten Sommercamps von ZV und BDZV, das vom 25. bis 29. Juni 2012 in Berlin stattfand. Dabei erhielten 16 angehende Führungskräfte Einblicke in innovative Vermarktungskonzepte von Verlagen, diskutierten mit Marketingexperten über Business-Development-Ansätze und erarbeiteten in Workshop neuartige Produkte für das Print- sowie Digitalgeschäft.

So entstanden unter Anleitung von Robert Britz, Geschäftsführer der Berliner Werbeagentur RPM – revolutions per minute, Ideen für redakti­onell getriebene Shopping-Apps und lokale Fami­lienmagazine, die nach Ansicht von Unterneh­mensberater und Workshopleiter Professor Joa­chim Blum „großes Wachstumspotenzial“ ver­sprächen. Ein weiteres Ergebnis: Druckfertige Strategiepapiere für Verlagsprodukte, die sich an ausländische Mitbürger sowie Singles richten.

Einig waren sich die Teilnehmer darin: „Die Verlage können auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn die Mauern zwischen den Abteilungen ein­gerissen werden.“ Die Redaktion dürfe sich nicht länger vom Verlag abschotten und „wir brauchen gute Techniker im Haus, die schnell Ideen um­setzen können“, so eine Teilnehmerin. Wie der­artige interne Veränderungsprozesse angesto­ßen, moderiert und durchgeführt werden, stand im Mittelpunkt des Moduls Changemanagement. Anhand von internationalen Erfolgsgeschichten erläuterte Blum Wege und Methoden zu einer neuen Unternehmenskultur.

Wie aus anfänglich fiktiven und unkonventio­nellen Ideen marktreife Produkte werden, erklär­ten die Leiter des Telekom Creation Centers. Kreativität gepaart mit Fachwissen und der Be­reitschaft zur Veränderung sei der Grundstock für jedes neue, erfolgreiche Geschäftsmodell. Und dass nicht nur die Zeitungsbranche nach neuen Ansätzen sucht, wusste Björn Döring, Leiter der Berlin Music Week, zu berichten. Nach seiner Ansicht sei ein Erfolgsweg – sowohl in der Musik- wie in der Verlagswelt – die Besetzung von lukra­tiven Nischen. Diese liege für die Verlage vor allem im Lokalen und Hyperlokalen, waren sich Moderator Joachim Blum und die Teilnehmer einig.

Um Produkte für junge Leser ging es in den Workshops mit Verlagsberaterin Kerstin Gold­beck und Ralf Bauer, Leiter Media- und Markt­forschung des Egmont-Ehapa Verlags aus Berlin. „Erklären Sie die Jugend zu einer Hauptziel­gruppe, und behandeln sie die Zehn- bis 18-Jäh­rigen nicht nur als potenzielle Leser von morgen“, forderten die beiden. „Denn Markenbewusstsein bildet sich bereits ab dem dritten Lebensjahr her­aus“, so Bauer. Von daher sei eine frühzeitige Heranführung an die Produkte der Zeitungshäu­ser notwendig. „Und erfinden Sie das Rad nicht jedes Mal neu, es gibt bereits viel Erfahrung im Bereich des Jugendmarketings“, appellierte Goldbeck an die Teilnehmer, die zugleich Mitar­beiterin der BDZV-Jugendinitiative „jule“ ist, in der mittlerweile mehr als 60 Verlage aktiv sind.

Auf der Seminaragenda standen zudem Besu­che bei der „Welt“-Redaktion, den Axel-Springer-Marktforschern und dem Flagshipstore der Deut­schen Bank, dem sogenannten Q110. Ziel dieser selbsternannten „Filiale der Zukunft“ sei eine verbesserte Kundenansprache und damit engere Bindung an die Marke. Fotos vom Sommercamp 2012 finden sich unter www.bdzv.de.

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