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30. Mai 1997 | Allgemeines

"Verantwortungslose Wettbewerbs-verzerrung!"

Zeitungsverleger kritisieren Pläne für ZDF-Online-Dienst

Der BDZV hat das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) aufgefordert, seine Pläne für einen Online-Informationsdienst nicht umzusetzen. Ein solches Projekt widerspreche dem Grundversorgungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, erklärte BDZV-Präsident Wilhelm Sandmann in einem Schreiben an den Intendanten des ZDF, Dieter Stolte. Bei der bereits bestehenden Vielfalt von Online-Informationsdiensten könne von einer notwendigen Grundversorgung durch die öffentlich-rechtlichen Anstalten überhaupt keine Rede sein, so der BDZV-Präsident.

Das Vorhaben des ZDF, den Online-Dienst über Werbeeinnahmen zu finanzieren, bezeichnete der BDZV als einen Angriff auf die wichtigste Einnahmequelle der Verlage, das Anzeigengeschäft. Es wäre eine unverantwortliche Wettbewerbsverzerrung, wenn öffentlich-rechtliche Anstalten in Konkurrenz zu den Online-Diensten der Zeitungsverlage träten und dabei versuchten, in diesem sich gerade erst entwickelnden Markt die Werbeeinnahmen zu verlagern.

Nach eigenen Angaben will das ZDF Ende August den deutschsprachigen Online-Dienst in Kooperation mit dem Unternehmen Microsoft starten. Das Angebot soll "stets aktualisierte Informationen" aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Sport kostenfrei anbieten. Finanziert werden soll das Unternehmen durch Werbeeinnahmen.

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