Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

20. Februar 2008 | Allgemeines

Veränderte Rahmenbedingungen für Medienmarkt und Medienkultur

Spitzengespräch zwischen Verlegern und Vertretern der Kirchen

Die Veränderung der klassischen Medienmärkte und –kulturen durch das Internet sowie damit verbundene Anpassungen der politischen Rahmenbedingungen standen im Zentrum eines Gesprächs zwischen Vertretern der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger sowie der katholischen und evangelischen Kirche am 18. Februar 2008 in Bonn.

BDZV-Präsident Helmut Heinen bekräftigte die Verlegerkritik an der anhaltenden Expansion der öffentlich-rechtlichen Aktivitäten im Internet. Die EU-Kommission erwarte von ARD und ZDF eine klare Beschränkung ihrer Aktivitäten. Das Schlüsselwort sei dabei die Programmbegleitung. Die Engagements der privatwirtschaftlichen Medien dürften durch die öffentlich-rechtlichen Auftritte nicht konterkariert werden. Heinen unterstrich zugleich, dass es zwischen Verlegern und den Vertretern der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender einen grundsätzlichen Konsens über die Bedeutung des Qualitätsjournalismus gebe.

Der Hauptgeschäftsführer des BDZV, Dietmar Wolff, sowie VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner kritisierten, in welch massiver Weise die EU-Politik und –Bürokratie das Geschäftsmodell der Verlage behindere. Hierzu zählten vor allem Verbote und Restriktionen bei der Werbung, die die Säule des Verlagsgeschäfts sei. Der Vorsitzende des Fachverbands Konfessionelle Presse im VDZ, Rudolf Thiemann, der Vorsitzende des Verwaltungsrats des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik, Landesbischof Ulrich Fischer, sowie der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Gebhard Fürst, führten aus, dass religiöse Themen gerade bei jüngeren Zielgruppen populär seien. Ohnehin seien die Menschen weit mehr als früher bereit, über ihre religiösen Empfindungen zu sprechen. „Das Prinzip: Religion ist Privatsache hat sich gewandelt“, so Bischof Fischer. Bemerkenswert sei auch, dass sich die Sprache in den Medien im Zusammenhang mit Kirchenthemen stark verändert habe. Es sei spürbar, dass eine neue Generation Medienschaffender von einer neutraleren Position aus sachlich über Kirche berichte und reflektiere. Äußerst positiv sei auch die Wertschätzung, die die Repräsentanten der Kirchen in TV-Talkrunden erführen, so die Bischöfe. Als Beispiel für den erfolgreichen Versuch, religiöse Themen für ein breites Publikum journalistisch aufzubereiten, wurde das Magazin „Chrismon“ hervorgehoben, das einer Reihe von überregionalen und regionalen Zeitungen monatlich beigelegt wird – darunter die „Süddeutsche Zeitung“, die Wochenzeitung „Die Zeit“, neuerdings auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ sowie „Mitteldeutsche Zeitung“ (Halle) und der „Tagesspiegel“ (Berlin).

zurück