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04. November 2010 | Allgemeines

VDZ: verhalten optimistische Prognose

Zeitschriftenbranche rechnet mit leichtem Umsatzplatz für 2010 und 2011

Verhalten optimistisch, so lässt sich die Prognose des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) für 2011 zusammenfassen. Sowohl für das laufende Jahr als auch für das kommende rechnet der Verband jeweils mit einem Umsatzplus von einem Prozent.

Trotz dieser leichten Erholung und der „besse­ren Stimmung in der Branche“, wie es VDZ-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Fürstner auf der Jahrespressekonferenz am 2. November 2010 in Berlin nannte, liegen die Umsätze nach dem Kri­senjahr 2009 noch immer deutlich unter denen der Vorjahre.

Nach Sparten aufgeschlüsselt, tragen die Fachzeitschriften drei Milliarden Euro zum Bran­chenumsatz bei und befinden sich damit auf Wachstumskurs. Anders hingegen die 50 Titel der konfessionellen Presse, die mit einem Ge­samtumsatz von knapp 100 Millionen Euro auf Vorjahresniveau stagnieren. Bei den Publikums­zeitschriften gibt es insgesamt 870 IVW-gemel­dete Titel. 129 wurden im Laufe des Jahres ein­geführt und 120 eingestellt. Branchenweit tragen Anzeigen und Vertrieb derzeit mit gleichen An­teilen von jeweils 35 Prozent zum Umsatz bei. Die Verlage erwarten aber, dass beide Ge­schäftsteile in Summe im Jahr 2013 nur noch knapp 64 Prozent ausmachen werden. Am stärksten – wenn auch auf niedrigem Niveau – werden die „mobilen Dienste“ wachsen. „Das online- und internetbasierte Geschäft, das heute schon acht Prozent ausmacht, wird auf einen Anteil von über elf Prozent ansteigen“, erwartete Fürstner.

Darüber hinaus betonte der VDZ-Hauptge­schäftsführer, dass sich die Zeitschriften im Wettbewerb gegen andere Anbieter zukünftig noch stärker als Medium der Entschleunigung, Orientierung und hervorragenden Zielgruppenan­sprache positionieren wollten. Um dieser Aufgabe nachkommen zu können, bedürfe es jedoch der Unterstützung der Politik. Dazu forderte Fürstner, ebenso wie der BDZV, ein Leistungs­schutzrecht für Presseverlage im Internet, die Sicherung der Werbefreiheit und vor allem der Erhalt des reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Zeitungen und Zeitschriften. Nach Fürstners Überzeugung sollte dieser aber nicht nur für die gedruckten Ausgaben, sondern auch für die di­gitale Presse gelten.

Hart ins Gericht ging der Verbandschef bei der Jahres-PK wieder einmal mit den Öffentlich-Rechtlichen und forderte diese zu einer „freiwilli­gen Zurückhaltung in der Online-Expansion“ auf.

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