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14. November 2007 | Allgemeines

VDZ: EU soll Mehrwertsteuer-Reformpläne aufgeben

Zeitschriftenverleger erwarten 2007 steigende Umsätze

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hat die EU-Kommission aufgefordert, die Reform der Mehrwertsteuer aufzugeben und stattdessen der gedruckten und elektronischen Presse gleichermaßen einen deutlich reduzierten Mehrwertsteuersatz einzuräumen. „Richtig wäre vielmehr, zur Sicherung der Pressefreiheit und –vielfalt den Mehrwertsteuersatz wie in Großbritannien auf null zu reduzieren“, erklärte der Geschäftsführer der Organisation, Wolfgang Fürstner, anlässlich der Jahrespressekonferenz am 30. Oktober 2007. In Zeiten der Digitalisierung, „in der Zeitschriften allein online wachsen, dort aber schwer zu finanzieren sind“, stehe die Zukunft der Pressefinanzierung und damit die Zukunft einer freien und vielfältigen Presse insgesamt auf dem Spiel.

Für 2007 erwartet der VDZ steigende Umsätze in der Branche. Laut Herbstumfrage unter den Publikums- und Fachzeitschriften sowie der kon­fessionellen Presse kletterte der Gesamtumsatz 2006 leicht um 1,9 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten sei mit rund 36.000 Mitarbeitern stabil geblieben. „Damit lie­gen wir auf der Flughöhe, die wir im vergangenen Jahr prognostiziert hatten“, sagte Fürstner. Für 2007 werde mit einem stabilen Ergebnis und „kräftigen Wachstumsimpulsen“ aus dem Online-Werbemarkt gerechnet.

Trotz der „schwierigen Rahmenbedingungen“ erwarteten 46 Prozent der Verlage, 2007 über dem Ertragsniveau von 2006 zu liegen. Der ge­samtwirtschaftliche Aufschwung gehe aber immer noch an den privaten Haushalten vorbei. Kräftig steigende Ausgaben für Wohnung, Miete und Energie gingen auch zu Lasten der Bereiche Freizeit, Unterhaltung und Kultur – und damit der Zeitschriftenbranche. Dagegen zahlen sich die Investitionen in das Geschäft mit dem Internet und der mobilen Kommunikation für die Verleger langsam aus: So erwarten 57 Prozent für den Online-Bereich, dass ihre Umsätze 2008 über denen von 2007 liegen werden. Bis 2010 rechnen alle Verlage im Online-Geschäft mit deutlichen Wachstumsimpulsen und einer Steigerung des Umsatzanteils von 4,6 Prozent (2006) auf 12,8 Prozent. Auch im klassischen Geschäft sind die Erwartungen optimistisch: Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Unternehmen geht davon aus, dass 2008 die Anzeigenerlöse gleich oder über dem Niveau von 2007 rangieren werden. Lediglich 13 Prozent der Verlage schätzen den Erlös schlech­ter ein. Beim Vertrieb erwarten 39 Prozent 2008 ein besseres Geschäft als im Vorjahr.

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