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06. September 2001 | Digitales

Urteil zu Online-Archiven in den USA

Das Oberste Gericht der USA hat mit einem Stimmenverhältnis von sieben zu zwei entschieden, dass Verleger von Zeitungen und Zeitschriften bei einer Bereitstellung von veröffentlichten Artikeln auf elektronischen Datenbanken das Urheberrecht der freien Journalisten verletzen, wenn keine spezielle Einwilligung vorliegt. Hintergrund ist eine Klage des Präsidenten der Nationalen Journalistenunion, Jonathan Tasini, als Vertreter einer Gruppe freier Journalisten gegen mehrere Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, darunter die der „New York Times“. Wie der Europäische Zeitungsverlegerverband ENPA berichtet, haben die Richter bei der Verkündung ihres Urteils deutlich darauf hingewiesen, dass die Bereitstellung und Verbreitung von Artikeln mittels elektronischer Datenbanken keine neuerliche urheberrechtliche Leistung gemäß der gesetzlichen Regelungen zum Urheberrecht von 1976 darstelle. Das Oberste Gericht habe selbst keine Entscheidung getroffen und damit eine Reihe ungelöster Fragen hinterlassen. Der Fall sei an das Bezirksgericht von Manhattan zurückverwiesen worden.

Seit der Bekanntgabe des Urteils haben laut ENPA die Verleger damit begonnen, Artikel aus ihren elektronischen Archiven zu entfernen. Als Reaktion auf die ergangenen Auflagen habe die „New York Times“ eine spezielle Website mit dem Titel „Wiedereinstellungsgesuch“ ins Netz gestellt, um die Artikel von freien Journalisten, die zwischen 1980 und 1995 erschienen sind und aus den elektronischen Archiven entfernt wurden, nun mit der Erlaubnis der Autoren wieder einzustellen.

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