Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

12. Juni 2017 | Namen und Nachrichten

Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz: Verlage wenden sich an Bundestag

sz_logo.jpg„Wir bitten Sie nachdrücklich, den Gesetzesentwurf abzulehnen.“ Mit diesem Appell hat sich die Geschäftsführung der „Süddeutschen Zeitung“ am 29. Mai mit einem Schreiben an die Mitglieder des Deutschen Bundestags gewandt, um damit Position gegen den Entwurf des Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetzes (UrhWissG) zu beziehen, der derzeit im Bundestag diskutiert wird. Zuvor hatten sich bereits Herausgeber und Geschäftsführer der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ in zwei ganzseitigen Anzeigen zu Wort gemeldet und neben den Mitgliedern des deutschen Bundestags auch die Mitglieder des deutschen Bundesrats auf die schädlichen Auswirkungen des geplanten Gesetzes aufmerksam gemacht.

Der Gesetz-Entwurf erlaubt es unter anderem, Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge sowie Bücher in den digitalen Angeboten öffentlicher Bibliotheken, bei Unterricht und Lehre sowie bei der Forschung zu nutzen, ohne dass die Verlage hierfür eine angemessene Vergütung erhalten. Auch die Urheber erhalten allenfalls Pauschalvergütungen. Die Geschäftsführung der „Süddeutschen Zeitung“ teilte mit, sie befürchte, dass mit der Verabschiedung des Entwurfs eine Entscheidung mit verheerenden Auswirkungen für die Verlagsbranche getroffen würde. Verlage seien darauf angewiesen, Verlagsprodukte auch in digitaler Form erfolgreich vermarkten zu können. Würde das UrhWissG in seiner aktuellen Fassung in Kraft treten, würde es Erlösmodelle behindern, „welche die Verlage mit enormem Aufwand entwickelt haben, wie etwa die Lizenzierung von Einzelbeiträgen und die Bereitstellung von Datenbanken/-archiven sowie thematischen Presseschauen“.

zurück