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09. Oktober 1998 | Digitales

Urheberrecht in elektronischen Medien ist von strategischer Bedeutung

Verlage wehren sich gegen eine Ausplünderung redaktioneller Inhalte

Die Kernkompetenz der Zeitungsverlage, die Vermarktung der redaktionellen Leistung durch gedruckte oder elektronische Produkte, wird durch Pläne der EU-Kommission und das mangelnde Unrechtsbewußtsein im Internet zunehmend gefährdet.

So versuchen die nationale Gesetzgebung und die EU-Kommission unter dem Stichwort "Elektronische Pressespiegel" eine Zwangslizenzierung der redaktionellen Inhalte der Zeitungsverlage zu erreichen. Würden derartige Vorhaben umgesetzt, wäre dies eine Preisgabe der verlegerischen Rechte und der publizistischen und wirtschaftlichen Entscheidungsfreiheit der Verlage. Der BDZV hat gegen diese Pläne, die ein "systematisches Ausschlachten" aller Zeitungen legitimieren würde, protestiert. In der Abwehr der "Enteignungspläne" ist sich der BDZV mit dem Bundespräsidenten Roman Herzog und dem Vorsitzenden der Enquete-Kommission "Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft", Siegmar Mosdorrf, einig, die beide davor warnten, das geistige Eigentum als den Rohstoff des Informationszeitalters einem neuen Piratentum zu öffnen.

Verlage, die sich mit ihren redaktionellen Inhalten im Internet engagieren, haben jedoch nicht nur Angriffe von Seiten des Gesetzgebers zu befürchten, sondern müssen sich auch mit dem mangelnden Unrechtsbewußtsein im Internet auseinandersetzen. Der Europäische Zeitungsverlegerverband ENPA hat aus diesem Grund eine Projektgruppe ins Leben gerufen, die unter den Namen "Pressmark" nach technischen Lösungen sucht, die einen Mißbrauch der urheberrechtliche geschützten Artikel im Online-Medien verhindern sollen. Ein erster Vorschlag, der die Speicherung der Daten als PDF-File vorsieht, wurde bereits präsentiert. Bei dieser Variante ergibt sich jedoch das Problem, daß die Gestaltungsmöglichkeiten für Angebote, die sich dieser Technologie bedienen, sehr begrenzt sind. Die Projektgruppe steht allen interessierten Zeitungsverlagen offen und wird gegen Ende des Jahres mit ihrer Arbeit beginnen. Informationen: breyer@bdzv.de.

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