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07. Mai 2004 | Allgemeines

Unterstützung für usbekische Journalisten

BDZV-Präsidiumsmitglied Eberhard Ebner im Gespräch mit usbekischem Botschafter

„Wir wollen keine finanzielle Hilfe – wir wünschen uns Know-how“, sagte der Botschafter der Republik Usbekistan, Isan Mustafoev, anlässlich eines Gesprächs mit dem Ehrenmitglied im BDZV-Präsidium, Herrn Eberhard Ebner, und BDZV-Vertretern am 5. Mai 2004 in Berlin.

Anlass war die bevorstehende Verleihung der „Goldenen Feder der Freiheit“ durch den Weltverband der Zeitungen (WAN) an einen usbekischen Journalisten. Dies nahm der Ulmer Verleger Ebner, zugleich Mitglied des WAN-Präsidiums, zur Gelegenheit, sich über die Situation der Medien und der Pressefreiheit in Usbekistan zu informieren.

 

Sein Land stehe unter hohem wirtschaftlichen und politischen Druck, schilderte Botschafter Mustafoev. Über hunderte von Jahren religiöses und wissenschaftliches Zentrum der islamischen Welt stehe Usbekistan seit dem Zerfall der Sowjetunion im Mittelpunkt von Angriffen radikaler Islamisten. Offiziell gebe es keine Zensur. Eine völlig freie Presse zuzulassen, sei aus seiner Sicht unter diesen Umständen jedoch auch gefährlich. In Usbekistan seien die Zeitungen bis heute im Besitz der Regierung, des Parlaments und der Parteien, eine private politische Presse gebe es nicht. Dagegen existierten Anzeigenblätter etwa sehr wohl auch in privatem Eigentum.

 

Erwünscht und willkommen sei ein journalistischer Erfahrungsaustausch. Der Botschafter regte an, dass einige junge usbekische Journalisten für ein oder zwei Wochen nach Deutschland reisen, um ihren Kollegen bei deutschen Zeitungen oder im deutschen Rundfunk während der Arbeit über die Schulter zu schauen und dabei zu erfahren, „wie Journalisten in Deutschland arbeiten und denken“. BDZV-Präsidiumsmitglied Eberhard Ebner und BDZV-Hauptgeschäftsführer Volker Schulze sagten dem usbekischen Botschafter Mustafoev zu, dafür zu sorgen, dass ein solcher Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit Vertretern deutscher Medien stattfinden kann.

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