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22. Juni 2009 | Allgemeines

Unabhängig in der Arbeit, sicher im Alter

60 Jahre Versorgungswerk der Presse/ BDZV-Präsident Heinen: Verlage haben besondere Verantwortung

Trotz einem tiefgreifenden Strukturwandel und den schweren Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ist den Verlagen um ihre Zukunft nicht bange. Die 400-jährige Pressegeschichte stehe keineswegs vor dem Ende. Das sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen anlässlich des Festakts zum 60. Jubiläum des Presseversorgungswerks (PV) am 28. Mai 2009 in Bad Kreuznach. Dort war vor 60 Jahren die Altersversorgungseinrichtung für Medienangehörige in Deutschland gegründet worden.

Für Heinen steht das Presseversorgungswerk, das von Verlegern und Journalisten durch eine gemeinsame Investition in die Altersversorgung getragen wird, allen wirtschaftlichen Problemen zum Trotz „wie ein Fels in der Brandung“. Und dies mit gutem Grund: Hinter den aktuell rund 380 Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen sowie den 842 Publikumszeitschriften stünden gut 22.000 Redakteure und rund 2.000 Volontäre sowie zahlreiche freie Mitarbeiter in den Redak­tionen. Dabei handele es sich um gut ausgebil­dete und hoch motivierte Allrounder und Exper­ten, die eine immer komplexer und komplizierter werdende Welt täglich aufs Neue in verständliche Worte und Bilder kleiden müssten. „Diese enorme redaktionelle Leistung verpflichtet die Verlage zu besonderer Verantwortung auch über das aktive Berufsleben hinaus“, betonte Heinen.

Dies hatte zuvor schon der Vorsitzende des PV-Verwaltungsrats, Laurent Fischer (zugleich Verle­ger des „Nordbayerischen Kuriers“ (Bayreuth), dargestellt. Die Kapitalanlagen des Versorgungs­werks in Höhe von 4,5 Milliarden Euro hätten die Finanzkrise „ohne spürbare Blessuren gemeis­tert“. Alle Stresstests der Bundesanstalt für Fi­nanzdienstleistungsaufsicht seien „mit Bravour“ bestanden worden. Selbst bei Rückschlägen auf den Aktienmärkten oder Zinsrückgängen seien die für die Erfüllung der vertraglichen Leistung angesammelten Mittel ausreichend, versicherte Fischer. Auch 2009 werde das Versorgungswerk die Guthaben seiner Versicherten mit 4,8 Prozent verzinsen. Als besondere Stärke stellte der Ver­waltungsratsvorsitzende heraus, dass das Pres­seversorgungswerk lebenslange Leistung garan­tiere. Durch die persönliche Absicherung der Journalisten leiste die PV ihren Beitrag für eine unabhängige Presse. Fischer thematisierte damit das Credo des im Jahr 2000 verstorbenen Esse­ner Verlegers Prof. Dr. h.c. Dietrich Oppenberg, der gut vier Jahrzehnte als Vorsitzender von Ver­waltungsrat und Beirat der Presseversorgung aktiv war: „Ohne die Sicherheit im Alter gut ver­sorgt zu sein, ist der Redakteur nicht unabhängig genug, um seine publizistische Aufgabe erfüllen zu können“.

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