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23. Juli 2004 | Ausland

Tunesien: Hohe Haftstrafen für Internetnutzer

Ein Berufungsgericht im südtunesischen Zarzis hat Anfang Juli 2004 hohe Haftstrafen für sechs junge Internetnutzer bestätigt. Wie die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) mitteilt, befinde sich unter ihnen auch ein junger Mann mit deutsch-tunesischer Staatsbürgerschaft. Die Verurteilten sollen terroristische Anschläge geplant haben, wofür das Gericht Internet-Dateien und laut RoG „vermutlich erzwungene Geständnisse“ anführt. Die sechs Männer gehören zu einer Gruppe von insgesamt neun Internetnutzern, die im April 2004 zu bis zu 26 Jahren Haft verurteilt wurden. Die Anklage bezeichnete die Gruppe als “Brigade des Propheten“ und unterstellte ihr Nähe zum Terrornetzwerk Al Qaida. RoG macht in diesem Zusammenhang deutlich, dass es für eine Verurteilung nicht ausreichen könne, Dateien aus dem Internet zu laden. Verletzungen des mit 18 Jahren jüngsten Verurteilten ließen im Übrigen darauf schließen, dass die Geständnisse unter Folter erzwungen worden seien. Kontakt: Reporter ohne Grenzen, Katrin Evers, Telefon: 030/6158585, E-Mail: presse@reporter-ohne-grenzen.de

 

Internet: www.reporter-ohne-grenzen.de

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