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17. März 2005 | Allgemeines

Türöffner bei neuen Werbekunden

SMS ist viel mehr als ein Nachrichtenkanal / BDZV/Ifra-Seminar in Köln

Nachrichtenkanal, Einnahmequelle, Imageträger und Türöffner bei neuen Werbekunden – über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von SMS im Zeitungsverlag informierten sich fast 100 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien bei einem gemeinsamen Seminar von BDZV und Ifra am 8. März 2005 in Darmstadt.

Einen einführenden Überblick über das Thema Premium SMS und Servicerufnummern gab Andreas Gnam, geschäftsführender Gesellschafter der Telemedia Interactive GmbH aus München. Als einer der führenden Mehrwertdienste-Anbieter im Bereich Print, Teletext und Fernsehen in Deutschland berichtete er von den zahlreichen Erfahrungen über Gewinnspiele, Dating-Angebote und Kleinanzeigen per SMS in Kooperation mit Zeitungsverlagen. Gerade bei Gewinnspielen zeige die SMS als Rückkanal die größten Wachstumsraten, so Gnam. Die Postkarte spiele kaum noch eine Rolle. Dies bestätigte auch Volker Pfau, Chefredakteur von RP-Online, dem Online-Angebot der „Rheinischen Post“ (Düsseldorf). Bei ihnen würden Postkarten nurmehr ein Prozent der Rückläufe bei Gewinnspielen ausmachen, so Pfau. Darüber hinaus nutze RP-Online die gesamten Möglichkeiten der mobilen Kommunikation: Nachrichten per SMS, WAP- und I-mode-Portale. Voraussetzung sei immer, dass durch einen neuen Nachrichtenkanal kein nennenswerter redaktioneller und technischer Mehraufwand entstehen darf. Ziel seien die Verlängerung der technischen Reichweite und das Gewinnen neuer Zielgruppen sowie der Aufbau neuer Geschäftsfelder.

 

Breaking News für die Region

 

Über die Kunst, die richtigen Nachrichten für einen „Breaking News SMS-Dienst“ auszuwählen und diese richtig zu texten, sprach Joachim Wiedmann, stellvertretender Chefredakteur der Netzeitung aus Berlin. Neben dem eigenen SMS-Dienst erstellt die Netzeitung auch spezielle Nachrichten-Services unter anderem für das Außenministerium, aber auch als Dienstleister für Zeitungen. So liefert die Netzeitung dem „Schwarzwälder Boten“ für einen E-Mail-Newsletter die überregionalen Nachrichten ebenso wie für einen SMS Breaking News-Dienst. Diese beiden Services werden im Paket mit einem E-Paper-Abo regional vermarktet, berichtete Alexander Kratzer vom „Schwarzwälder Boten“.

 

SMS in Werbekampagnen

 

Der werbliche Einsatz von SMS stand im Mittelpunkt des Vortrags von Stephan Obwegeser, Leiter Marketing und New Business der 20 Minuten Schweiz AG, Zürich. So war ein SMS-Gewinnspiel zentrales Element einer crossmedialen Kampagne zur Eröffnung eines Interdiscount XXL-Marktes in Basel (vergleichbar mit dem deutschen Media Markt). Ein SMS-Wettbewerb, bei dem attraktive Produkte aus dem Interdiscount-Sortiment gewonnen werden konnten, war zentraler Ansatzpunkt für sämtliche anderen Kommunikationskanäle. Anzeigen in „20 Minuten Basel“, Werbung auf dem Online-Angebot der Gratiszeitung, Flyer sowie die Berichterstattung auf Radio Basilisk drehten sich nur um den SMS-Wettbewerb zur Markteröffnung. Insgesamt nahmen über 25.000 Personen an dem Gewinnspiel teil und 35.000 Personen kamen während der Eröffnungstage in den Markt. Laut Obwegeser war der crossmediale Ansatz von Print plus SMS entscheidend dafür, den neuen Kunden Interdiscount gewonnen zu haben.

 

Wie große Werbungtreibende wie McDonalds oder Coca Cola mobiles Marketing betreiben, zeigte Bastian Lehmann, Global Account Manager der 12snap Germany GmbH. Codes auf McDonalds-Menüs oder Coca Cola-Flaschen, mit Hilfe derer man sich Logos oder Klingeltöne – zum Beispiel im Zusammenhang mit Disney-Filmen – auf das Handy laden kann, haben sich als sehr erfolgreich erwiesen.

 

Suchagenten und AdAlerts

 

Über den Einsatz von Suchagenten referierte der Geschäftsführer der MSU Medien-Service Untermain GmbH, Eric Dauphin. Diese kann der Leser online einrichten und erhält die für ihn wichtigen Informationen als E-Mail, SMS oder auf eine Anwendung (Java-Midlet) seines Mobiltelefons. Voraussetzung ist, dass alle Daten – beim „Main-Echo“ vor allem die lokalen Nachrichten und Veranstaltungsdaten – in einer Datenbank liegen und per XML-Konverter auf die verschiedenen Kanäle bereit gestellt werden können. Im Rahmen des MINDS-Projekts der dpa-infocom entwickelt die MSU auch einen so genannten AdAlert. So erhält der User eine SMS, sobald zum Beispiel ein seinen Suchkriterien entsprechender Wagen im Rubrikenmarkt der Zeitung beziehungsweise des Online-Dienstes erscheint. Mittels eines Java-Midlets können Fotos und der gesamte Text auf einem entsprechenden Handy angezeigt werden. Der Dienst wird nur Abonnenten der Tageszeitung beziehungsweise des kostenpflichtigen Online-Dienstes angeboten. Ziel ist die Bindung und Rück-/Neugewinnung von Abonnenten.

 

Über die rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit SMS und Mehrwertdiensten referierte Ricarda Veigel vom BDZV. Einen internationalen Überblick über mobile Angebote von Zeitungsverlagen gab Jochen Dieckow von der Ifra.

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