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14. November 2002 | Namen und Nachrichten

Trauer um Rudolf Augstein

Rudolf Augstein, einer der einflussreichsten Publizisten im Nachkriegsdeutschland, ist am 7. November 2002 in seinem 80. Lebensjahr verstorben. Der Gründer und Herausgeber des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ hatte sich auch mit Büchern zur deutschen Geschichte einen Namen gemacht. Der BDZV würdigte Rudolf Augstein als einen Publizisten von hohen Graden und als streitbaren Journalisten. Er sei zugleich ein mutiger Verleger gewesen, der den investigativen Journalismus in Deutschland vorgezeichnet habe. Durch die von Augstein keineswegs veranlasste „Spiegel-Affäre“ sei – durch höchstrichterliche Rechtsprechung – die „Unentbehrlichkeit einer freien, nicht von der öffentlichen Gewalt gelenkten Presse untermauert“ worden.

 

Der am 5. November 1923 in Hannover geborene Augstein kam nach dem Abitur als Volontär zum „Hannoverschen Anzeiger“, bevor er zum Arbeitsdienst und Kriegsdienst eingezogen wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzte er seine journalistische Laufbahn fort. Als sich die britischen Presseoffiziere aus dem Nachrichtenmagazin „Diese Woche“ zurückzogen, wurde Augstein – erst 23 Jahre alt – Herausgeber und Chefredakteur des nun als „Der Spiegel“ firmierenden Blattes, mit dem er wenig später nach Hamburg übersiedelte. „Der Spiegel“ deckte über die Jahrzehnte Skandale und Affären auf, Stichworte: Barschel, Flick, Parteispenden, neue Heimat. Im Oktober 1962 wurde das Magazin mit dem Artikel „Bedingt abwehrbereit“ selbst Auslöser für eine Regierungskrise, die als „Spiegel-Affäre“ in die Annalen der Bundesrepublik und der deutschen Pressegeschichte eingehen sollte.

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