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26. März 2010 | Namen und Nachrichten

Trauer um Elisabeth Noelle-Neumann

Professor Doktor Elisabeth Noelle-Neumann, Wissenschaftlerin, Autorin und Gründerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, ist am 25. März 2010 in ihrem 94. Lebensjahr gestorben. BDZV-Präsident Helmut Heinen würdigte in seinem Kondolenzschreiben, dass die Grande Dame der Demoskopie mit ihrer Arbeit auch den Zeitungen in Deutschland einen unschätzbaren Dienst erwiesen habe.

Noelle NeumannZugleich sei Frau Noelle-Neumanns persönliches Engagement für die Bedeutung des Lesens in der Gesellschaft unermüdlich gewesen. Mit ihrem Diktum: „Nur eine Gesellschaft, die liest, ist eine Gesellschaft, die denkt“, habe sie der Zeitungsbranche gleichsam einen Leitsatz gegeben.

Elisabeth Noelle-Neumann hatte Geschichte, Zeitungswissenschaft und Amerikanistik in Berlin, München, Königsberg und den USA studiert. 1940 promovierte sie in Berlin mit der Dissertation „Meinungs- und Massenforschung in USA“ und wirkte dann fünf Jahre lang als Redakteurin an verschiedenen Zeitungen. 1947 gründete sie mit ihrem Mann Erich Peter Neumann das erste deutsche Meinungsforschungsinstitut – das Institut für Demoskopie Allensbach. Elisabeth Noelle-Neumanns wissenschaftliche Verdienste und Ehrungen sind mannigfaltig. Weltweit vermutlich die größte Beachtung hat der von ihr geprägte Begriff der „Schweigespirale“ gefunden. Der BDZV hat sich bereits kurz nach seiner Gründung 1954 immer wieder der Dienste des Instituts für Demoskopie Allensbach versichert, das bis heute großes Interesse und Engagement für das Qualitätsmedium Tageszeitung entwickelt.

Foto: www.noelle-neumann.de

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