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14. Oktober 2010 | Allgemeines

Theodor-Wolff-Preisverleihung in Bremen

Sechs Journalisten werden für herausragende Leistungen geehrt

Mehr als 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und den Medien erwartet der BDZV am 8. September 2010 bei der Verlei-hung des Theodor-Wolff-Preises. Der Journa-listenpreis der deutschen Zeitungen wird in diesem Jahr auf Einladung der Bremer Tages-zeitungen AG in der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Bremen überreicht.

Dabei können sich die Besucher wie in den Vorjahren auf ein hochklassiges Rahmenpro­gramm freuen. Doch im Mittelpunkt des Abends stehen die sechs Ausgezeichneten. In der Kate­gorie „Allgemeines“ hat die Jury die mit jeweils 6.000 Euro dotierten Preise Arne Perras sowie Sabine Rennefanz zuerkannt. Perras („Süddeut­sche Zeitung“, München) berichtet in seinem Artikel „Die Räuber“ über das Leben somalischer Piraten. Sabine Rennefanz schildert in ihrer breit angelegten Reportage „Die grüne Festung“ („Ber­liner Zeitung“) Hoffnungen und Nöte einer Haus­gemeinschaft am Kottbusser Tor, einem Berliner Kiez mit schlechtem Ruf.

Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnun­gen in der Sparte „Lokales“ erhalten Detlef Schmalenberg für seinen Artikel „Das Milliarden-Puzzle“ („Kölner Stadt-Anzeiger“), der in einer hervorragend recherchierten Dokumentation die Umstände des Einsturzes an der Kölner U-Bahn­baustelle ausleuchtet, sowie Frank Buchmeier für seinen Beitrag „Eines Morgens an der Son­nenuhrhütte“ („Stuttgarter Zeitung“). Darin schil­dert der Autor ohne jede Sozialromantik, wie eine engagierte Frau einen im Wald lebenden Ob­dachlosen hilft, wieder in die Gesellschaft zu­rückzufinden.

Jana Hensel („Die Zeit“, Hamburg) wird in der Kategorie „Kommentar/Glosse/Essay“ mit dem renommiertesten deutschen Zeitungsjournalis­tenpreis ausgezeichnet. Die Autorin beschäftigt sich in ihrem Artikel „Vater Morgana“ pointiert mit der Frage, ob Elternteilzeit und Vätermonate Rolle und Arbeitsbelastung der Mütter in der deutschen Gesellschaft verändert haben. Für diese kritische Auseinandersetzung erhält sie ebenfalls 6.000 Euro.

Der Preis für das Lebenswerk geht an Joachim Kaiser („Süddeutsche Zeitung“, München). Die Jury würdigte ihn als herausragenden Kultur- und insbesondere Musikkritiker, der immer für den Rang der Kultur in der Gesellschaft eingetreten sei und das geistige Leben in Deutschland seit Jahrzehnten mit seinen Beiträgen in der „Süd­deutschen Zeitung“ maßgeblich begleite. Die Laudatio auf Joachim Kaiser wird Fritz J. Raddatz halten.

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis, an dem sich diesmal 413 Journalisten beteiligt haben, erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären „Ber­liner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französi­sche Exil fliehen, wurde dort verhaftet, an die Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdi­schen Krankenhaus in Berlin.

Die einladende Bremer Tageszeitungen AG ist mit ihren Titeln „Weser-Kurier“, „Bremer Nach­richten“ und „Verdener Nachrichten“ selbst zwei­maliger Theodor-Wolff-Preisträger. Zuletzt wurde Christine Kröger im Jahr 2006 mit dem Journa­listenpreis der deutschen Zeitungen geehrt. Die engagierte Journalistin recherchiert seit Jahren in der rechten Szene. Für ihre Arbeit erhielt sie Anfang 2010 den Kultur- und Friedenspreis der Villa Ichon. Darüber hinaus wurde der Bremer „Weser-Kurier“ im April dieses Jahres von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) mit dem Lokal­journalistenpreis für das beste Konzept für mo­dernen Lokaljournalismus ausgezeichnet. An­meldungen für die Theodor-Wolff-Preisverleihung sind bis zum 30. August 2010 möglich.

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