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07. August 2012 | Allgemeines

Theodor-Wolff-Preisverleihung

Fünf Journalisten werden in Berlin für herausragende Leistungen geehrt

Gut 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und den Medien erwartet der BDZV am 12. September 2012 bei der Verleihung des Theodor-Wolff-Preises. Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen wird in diesem Jahr auf Einladung der Axel Springer AG in der Ullstein-Halle in Berlin überreicht. Es ist die älteste und renommierteste Auszeichnung der Zeitungsbranche, die in diesem Jahr zum 50. Mal vergeben wird. Als Ehrengast spricht Bundespräsident Joachim Gauck aus diesem Anlass.

Logo 50 Jahre TWP blauIm Mittelpunkt des Abends stehen die fünf Ausgezeichneten: Den mit 6.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Kommentar/Glosse/Essay“ hat die Jury Harald Martenstein für seinen Beitrag „Der Sog der Masse “ („Die Zeit“, Hamburg) zuerkannt, in dem der Autor ein in Form und Stil meisterliches Plädoyer für das Denken gegen den Strom hält. Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen in der Sparte „Lokales“ gehen an Lars Fischer für seinen Artikel „Ein gefundenes Fressen“ („Wümme-Zeitung“, Lilienthal), der sich eine Woche lang als Mülltaucher aus den Abfallcontainern von Supermärkten ernährte und dabei Überlegungen zum Wertschätzung für unsere Nahrungsmittel anstellt, sowie an Philip Cassier für seinen Beitrag „Eine Dosis jüdisches Penicillin“ („Berliner Morgenpost“). Darin schildert der Autor, wie und warum zwei hochbetagte Freundinnen die beste Hühnerbrühe von Berlin kochen.


Alexander Gorkow sowie Volker Zastrow bekommen den ebenfalls mit je 6.000 Euro dotierten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Allgemeines“. Gorkow („Süddeutsche Zeitung“, München) portraitiert in seinem Artikel „Ein anderes Leben“ ebenso diskret wie detailreich den Schauspieler Matthias Brandt und wie der sich ohne großes Aufhebens vom Schatten seines Vaters Willy Brandt freimachte. Volker Zastrow beschreibt in seinem Beitrag „Wie Ken den Kopf verlor“ („Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“) den Fall von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg als gesellschaftliches und politisches Phänomen. Die Artikel der Preisträger sind im Internet unter www.theodor-wolff-preis.de nachzulesen. Für Unterhaltung sorgt die Berliner Hip-Hop-Formation Flying Steps Family. Anmeldungen für die Theodor-Wolff-Preisverleihung sind bis zum 30. August 2012 möglich.

Bis heute sind mehr als 400 Journalistinnen und Journalisten mit dem Theodor-Wolff-Preis geehrte worden. Ihre Namen bilden gleichsam einen Who-Is-Who der Presse- und Medienbranche.. An der Ausschreibung 2012 hatten sich 431 Journalisten beteiligt.


Das Kuratorium für den Theodor-Wolff-Preis unter dem Vorsitz von Hermann Neusser, Verleger des Bonner „General-Anzeigers“, hat anlässlich des Jubiläums beschlossen, die Struktur des Preises zu verändern: Künftig werden jährlich zwei Preise für Lokaljournalismus, zwei Preise für Reportage/Essay/Analyse sowie ein Preis für Meinung/Leitartikel/Kommentar/Glosse vergeben. Berücksichtigt werden sollen mit der Ausschreibung 2013 erstmals auch Artikel, die nur online erschienen sind.


Namensgeber des Theodor-Wolff-Preises ist der langjährige Chefredakteur des legendären „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Er musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.


Der unabhängigen Jury zum Theodor-Wolff-Preis gehören an: Dr. Markus Günther (Journalist, Augsburg), Peter Stefan Herbst (Chefredakteur „Saarbrücker Zeitung“), Bernd Hilder (Journalist, Leipzig), Christoph Irion (Chefredakteur „Reutlinger General-Anzeiger“), Professor Bernd Mathieu (Chefredakteur „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“), Professor Bascha Mika (Publizistin, Berlin), Evelyn Roll (leitende Redakteurin, „Süddeutsche Zeitung", München), Franz Sommerfeld (Vorstandsmitglied Mediengruppe M. DuMont Schauberg mit Zuständigkeit Redaktion, Köln).


Ort: Berlin

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