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04. Juni 2014 | Allgemeines

Theodor-Wolff-Preis für sechs Journalisten

Rudolph Chimelli für das Lebenswerk geehrt

Der Journalistenpreis der deutschen Zei-tungen – Theodor-Wolff-Preis wird in diesem Jahr an sechs Journalisten verliehen: Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen in der Sparte „Lokaljournalismus“ gehen an Johannes Ehrmann für seinen Artikel „Wilder, weiter, Wedding“ („Der Tagesspiegel“, Berlin), der lebendig und detailreich einen Berliner Problembezirk mit all seinen offensichtlichen Macken und versteckten Stärken porträtiert, sowie an Benjamin Piel für seinen Beitrag „Bettys erstes Mal“ („Elbe-Jeetzel-Zeitung“, Lüchow), in dem der Autor direkt und ohne falsche Scheu über „Sexualbegleiter“ berichtet, die behinderten Menschen zu sexuellem Erleben verhelfen.

Kai Strittmatter sowie Kerstin Kohlenberg be­kommen den ebenfalls mit je 6.000 Euro dotierten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Repor­tage/Essay/Analyse“: Strittmatter („Süddeutsche Zeitung“, München) erinnert in seiner Auslands­reportage „Wolfskind“ an die beklemmende Zeit der Kulturrevolution in China, in der Kinder ihre Eltern als nicht parteitreu denunzierten und damit in den Tod schickten. Kohlenberg beschreibt in ihrem Bericht „Aufnahme läuft!“ („Die Zeit“, Hamburg) ebenso anschaulich wie minutiös die Anstrengungen, heutzutage das Kapital für eine teure Filmproduktion aufzubringen und dabei vor Piraten zu schützen, die mit Raubkopien im Inter­net die Refinanzierung gefährden.

Ausgezeichnet wird in der Kategorie „Meinung/ Leitartikel/ Kom­mentar/ Glosse“ der Beitrag „Auf der Suche nach Adorno“ von Peter Unfried („taz - die tageszei­tung“, Berlin). Der Autor karikiert auf amüsante Weise ein allzu selbstgewisses Bildungsbürger­tum.

Der Preis für das Lebenswerk geht an Rudolph Chimelli. Jury und Kuratorium unter Vorsitz von Hermann Neusser (Verleger „General-Anzeiger“, Bonn) würdigten den Auslandskorrespondenten der „Süddeutschen Zeitung“ (München) als lang­jährigen Berichterstatter aus dem arabischen Raum, der kundig wie kaum einer bis zum heuti­gen Tag aus dieser den Europäern wenig ver­trauten Welt berichte. Chimelli, Jahrgang 1928, sei ein Vorbild für Generationen junger Korres­pondenten, weil er erkläre, statt zu urteilen.

Der Jury gehören an: Nikolaus Blome (Mitglied Chefredaktion „Der Spiegel“, Berlin), Wolfgang Büscher (Autor "Die Welt", Berlin), Dr. Markus Günther (Journalist, Augsburg), Peter Stefan Herbst (Chefredakteur „Saarbrücker Zeitung“), Bernd Hilder (Vorsitz; Chefredakteur „Thüringi­sche Landeszeitung“, Weimar), Christian Lindner (Chefredakteur „Rhein-Zeitung“, Koblenz), Pro­fessor Bernd Mathieu (Chefredakteur „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“), Annette Ramelsberger (Gerichtsreporterin „Süddeutsche Zeitung“, München) und Cordula von Wysocki (Mitglied Chefredaktion „Kölnische Rundschau“).

Renommierteste Auszeichnung

Der Theodor-Wolff-Preis ist die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu verge­ben hat. Sie erinnert an den langjährigen Chefre­dakteur des legendären „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

Die Auszeichnungen werden am 10. September bei einem Festakt auf Einladung von „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“ in Aachen überreicht. An der Ausschreibung hatten sich 386 Journalisten beteiligt.

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