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30. Mai 1997 | Allgemeines

Theodor-Wolff-Preis für sechs Journalisten

Lebenswerk von Friedrich Karl Fromme geehrt

Für hervorragende journalistische Leistungen sind am 28. Mai in Bonn sechs Journalisten mit dem Journalistenpreis der deutschen Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet worden. Der mit 11.000 Mark dotierte Preis in der Sparte essayistischer/literarischer Journalismus ging an Guido Eckert für seinen Beitrag "Beinahe ein Mord" ("Süddeutsche Zeitung"). In seiner autobiografischen Reportage beschreibt Eckert, wie sich die verabredete Begegnung mit einem vorbestraften Erpresser in einer verschlossenen Wohnung zu einer gefährlichen Bedrohung entwickelt. Die mit je 9.000 Mark dotierten Preise in der Sparte "Allgemeines" gingen an Ralf Hoppe für seinen feuilletonistischen Beitrag "Vater sein dagegen sehr" ("Kölner Stadt-Anzeiger"), Reiner Luyken für seine in der Wochenzeitung "Die Zeit" veröffentlichte Untersuchung "Die Protestmaschine" sowie Andreas Wenderoth für die Geschichte "Alfreds Welt" ("Berliner Zeitung"). Hoppe erzählt - in Form eines Briefes an einen Freund - von den Nöten und Freuden der Elternschaft aus der Perspektive eines jungen, hoffnungsvollen Vaters. Luyken setzt sich in seinem Aufsatz mit der Greenpeace-Kampagne gegen die geplante Versenkung der Ölplattform "Brent Spar" auseinander und dokumentiert damit Kommunikationsstrategien und -taktiken der Umweltorganisation. Andreas Wenderoth sei es gelungen, so die Jury, aus der Sicht eines Frührentners, der täglich zehn Stunden aus dem Parterrefenster auf "seine" Straße in Berlin-Kreuzberg schaut, eine ungewöhnliche Betrachtung des Menschlichen zu vermitteln. Die ebenfalls mit je 9.000 Mark dotierten Preise für herausragenden Lokaljournalismus erhalten Hans-Uli Thierer und Peter Intelmann. Thierer schildert am Beispiel der Stadt Ulm, wie Gemeinderäte und Kommunalverwaltung offenbar überfordert sind, mit ihrem eigentlichen Aufgaben fertig zu werden und Bürgernähe ideologiefrei zu demonstrieren (erschienen in der "Südwest Presse", Ulm). Intelmann beschreibt eine Fahrt durch das nächtliche Ostfriesland, wobei präzise Wahrnehmung und spannende Erzählung zu einem Beitrag von literarischer Qualität verschmelzen, so das Urteil der Jury (erschienen in der "Emder Zeitung"). Für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde der langjährige Redakteur und prominente Leitartikler der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Friedrich Karl Fromme. Über mehr als 40 Jahre habe der Journalist "in einem rastlosen Einsatz" die innenpolitische und verfassungsrechtliche Entwicklung Deutschlands kritisch begleitet und der Öffentlichkeit veranschaulicht, so die Jury. An der Ausschreibung des Journalistenpreises der deutschen Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis hatten sich 301 Autoren mit 468 Artikeln beteiligt. Die Preise werden am 24. September 1997 in einem Festakt im Haus des Axel Springer Verlages in Berlin überreicht.

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