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30. Mai 2013 | Allgemeines

Theodor-Wolff-Preis für sechs Journalisten

Alfred Grosser für das Lebenswerk geehrt

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis wird in diesem Jahr an sechs Journalisten verliehen. Zudem gibt es vier neue Juroren. Bascha Mika sowie Franz Sommerfeld wechseln von der Jury ins Kuratorium des Preises.

Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnun­gen in der Sparte „Lokaljournalismus“ gehen an Jan Haarmeyer für seinen Artikel „Im Namen des Volkes, auf Kosten des Kindes“ („Hamburger Abendblatt“), der sehr differenziert und bewe­gend über Pflegeeltern berichtet, die nach Jahren aufgrund von Behördenversagen das geliebte Kind wieder verlieren, sowie an Kai Müller für seinen Beitrag „Es war ein schöner Tag“ („Der Tagesspiegel“, Berlin), in dem der Autor span­nend in der Form und dramatisch im Aufbau schildert, wie eine Messerstecherei aus dem Nichts entsteht und in der Rückschau keiner der Beteiligten wirklich erklären kann, warum ein Jugendlicher tot am Boden liegt.

Jochen Arntz sowie Andrea Jeska bekom­men den ebenfalls mit je 6.000 Euro dotierten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Repor­tage/Essay/Analyse“. Jochen Arntz („Süddeut­sche Zeitung“, München) portraitiert in seinem Artikel Maike Kohl-Richter.

Andrea Jeska erzählt in ihrem sprachlich das Poetische streifenden Beitrag „Der Mann, der die Wüste aufhielt“ („Die Zeit“, Hamburg) von einem Bauern in der Sahel-Zone, der über Jahrzehnte durch das Pflanzen von Bäumen 30 Hektar ehe­mals totes Land wieder fruchtbar machte. Ausge­zeichnet und mit 6.000 Euro gewürdigt wird in dieser Kategorie auch der Essay „Auf den Herd gekommen“ von Robin Alexander („Welt am Sonntag“, Berlin). Der Autor geht darin analytisch der Frage nach, wie der Begriff der „Herdprämie“ entstand, wie er politisch aufgeladen und pole­misch eingesetzt wurde.

Der Preis für das Lebenswerk geht an Alfred Grosser. Jury und Kuratorium würdigen ihn als großen Europäer, der sich als Publizist und Wis­senschaftler besonders um die deutsch-französi­sche Partnerschaft verdient gemacht habe.

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis ist die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu ver­geben hat. Sie erinnert an den langjährigen Chef­redakteur des legendären „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

Die Auszeichnungen werden am 4. Septem­ber bei einem Festakt auf Einladung der „Süddeutschen Zeitung“ in München über­reicht. An der Ausschreibung hatten sich 396 Journalisten beteiligt. Berücksichtigt wurden mit der Ausschreibung 2013 erstmals auch Artikel, die nur online auf der Website einer Zeitung er­schienen sind.

Wechsel in Jury und Kuratorium

Das Kuratorium hat vier neue Mit­glieder in die Jury berufen. Nikolaus Blome (stellvertretender Chefredakteur „Bild“, Berlin), Christian Lindner (Chefredakteur „Rhein-Zei­tung“, Koblenz), Annette Ramelsberger (Ge­richtsreporterin „Süddeutsche Zeitung“, Mün­chen) und Cordula von Wysocki (Mitglied der Chefredaktion „Kölnische Rundschau“) gehören ab 2014 dem Gremium an. Sie folgen auf Chris­toph Irion (Chefredakteur „Reutlinger General-Anzeiger“), Professor Bascha Mika (Publizistin, Berlin), Evelyn Roll (leitende Redakteurin „Süd­deutsche Zeitung“, München) und Franz Som­merfeld (Mitglied Vorstand Mediengruppe M. DuMont Schauberg mit Zuständigkeit Redaktion, Köln). Blome, Ramelsberger und von Wysocki sind auch selbst Träger der ältesten und renom­miertesten Auszeichnung, die die Zeitungsbran­che zu vergeben hat. Mika und Sommerfeld wechseln mit sofortiger Wirkung in das Kurato­rium, dem Hermann Neusser, Verleger des "Bon­ner General-Anzeigers", vorsteht.

Noch mehr Informationen Online

 

Nicht nur unter www.theodor-wolff-preis.de finden sich umfangreiche Informationen zur aktuellen Wettbewerbsrunde und der Geschichte des Journalistenpreises der Deutschen Zeitungen, sondern auch auf Twitter und Facebook. Folgen Sie uns unter www.twitter.com/bdzvpresse oder www.facebook.de/theodorWolffPreis.

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