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21. Mai 2004 | Allgemeines

Theodor-Wolff-Preis für fünf Journalisten

Festveranstaltung am 14. September in Berlin

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis geht in diesem Jahr an fünf Journalisten: Den mit 6.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Leitartikel/Kommentar/Essay“ hat die Jury Jochen-Martin Gutsch für seinen Beitrag „Zukunft ist für alle gut“ („Berliner Zeitung“) zuerkannt, in dem der Autor der deutschen Reformdebatte nachspürt und einen vielstimmigen, verwirrenden Wettkampf der Argumente und Schlagworte bloßlegt.

Der Vorsitzende des Kuratoriums, Hermann Neusser (Verleger „General-Anzeiger“, Bonn), und der Vorsitzende der Jury, Jost Springensguth (Chefredakteur „Kölnische Rundschau“), waren sich einig: Die diesjährigen Preisträger bestätigten einmal mehr die Qualität des Zeitungsjournalismus in Deutschland, der sich gerade auch im Lokalen widerspiegele. Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen in der Sparte „Allgemeines“ erhalten Andrea Böhm für ihren Artikel „Die verratenen Brüder“ („Die Zeit“, Hamburg), in dem sie das als Folge des Vietnamkriegs verpfuschte Leben der amerikanischen Brüder Bill und Manny Babbitt nachzeichnet, sowie Thomas Delekat für seinen Beitrag „Daddy! I love you!” („Die Welt“, Berlin), der den tödlichen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern am Schicksal zweier durch ein Attentat für immer auf grausame Weise verbundenen Familien schildert.

 

Barbara Hardinghaus und Stefani Geilhausen bekommen den ebenfalls mit 6.000 Euro dotierten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Lokales“. Hardinghaus („Hamburger Abendblatt“) wird preisgekrönt für ihre Beschreibung einer kleinen Gesellschaft Hinterbliebener, die sich regelmäßig auf einem Hamburger Großfriedhof trifft: „Treffpunkt Ohlsdorf“. Geilhausen schildert in ihrer Reportage „Die Witwe sagt: ‚Es war Schicksal’“ („Rheinische Post“, Düsseldorf) die Geschichte einer Ehefrau, die zwei Jahre lang hofft, ihr an Alzheimer erkrankter Mann sei nur verschwunden, aber nicht tot – bis sie die Wahrheit erfährt.

 

Der Theodor-Wolff-Preis ist die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu vergeben hat. Sie erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

 

Die Auszeichnungen werden am 14. September bei einem Festakt in Berlin überreicht. Gastgeber ist der Verlag Axel Springer. An der Ausschreibung hatten sich 359 Journalisten beteiligt.

 

Der unabhängigen Jury zum Theodor-Wolff-Preis gehören an: Gernot Facius (Autor „Die Welt“, Berlin), Dr. Wilm Herlyn (Chefredakteur Deutsche Presse-Agentur, Hamburg), Stephan Richter (Chefredakteur Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Flensburg), Ulrich Reitz (Chefredakteur „Rheinische Post“, Düsseldorf), Dr. Klaus Rost (Chefredakteur „Märkische Allgemeine“, Potsdam), Werner Schwarzwälder (Chefredakteur „Südkurier“, Konstanz), Jost Springensguth (Chefredakteur „Kölnische Rundschau“) sowie Dr. Uwe Vorkötter (Chefredakteur „Berliner Zeitung“).

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