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14. Mai 1999 | Allgemeines

Theodor-Wolff-Preis für acht Journalisten

Bonner Korrespondent Wolf J. Bell für sein Lebenswerk geehrt

Acht Journalisten sind am 11. Mai 1999 in Bonn mit dem Journalistenpreis der deutschen Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet worden. Der renommierteste deutsche Journalistenpreis ist nach dem ehemaligen Chefredakteur des "Berliner Tageblatts", Theodor Wolff, benannt und wird jährlich vom BDZV verliehen.

Der mit 11.000 Mark dotierte Preis in der Kategorie "Essayistischer Journalismus" geht an Maxim Biller für seinen Beitrag "Unschuld mit Grünspan" (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Biller hinterfragt provokant und sprachlich brillant die Darstellung des Krieges durch deutsche Autoren, die selbst Soldaten waren.

Die mit je 9.000 Mark dotierten Preise in der Sparte "Allgemeines" erhalten: Karin Großmann für ihre Reportage "An der Lagerstatt des Leselandes" (Sächsische Zeitung, Dresden), ein Beitrag, der sich mit der Bewahrung interssanter Literatur aus der ehemaligen DDR vor dem Verschwinden befaßt; Joachim Käppner für den Beitrag "Bis die Freiheit aufersteht", eine kritische Auseinandersetzung mit den 150-Jahr-Gedenkfeiern der Revolution von 1848 (Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, Hamburg); sowie Annette Ramelsberger für ihren Artikel "Für eine Abschiebung ist es nie zu spät" (Süddeutsche Zeitung, München), eine Darstellung über die Abschiebung einer ungarischen Familie.

In der Kategorie "Lokales" geht der Theodor-Wolff-Preis an Brigitte Desalm, Bernhard Stuhlfelner und Hubert Wolf: Brigitte Desalm wird preisgekrönt für ihre Reportage "Fluchtpunkt für die Volksseele" (Kölner Stadt-Anzeiger), in der sie das Leben um das Kölner "Büdchen" beschreibt, ohne dabei in Nostalgie zu verfallen. Stuhlfelner schildert unter dem Titel "Ein Unfallopfer mahnt: Es kann jeden treffen" (Straubinger Tagblatt) das Verhalten von Unfallzeugen, die nur zuschauen, aber den Verunglückten nicht helfen. Wolf durchleutet in einer Serie "Im Westen viel Neues" (Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Essen) die tiefgreifenden Veränderungen im Ruhrgebiet über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten.

Der langjährige Bonner Korrespondent Wolf J. Bell (General-Anzeiger, Bonn) wird mit einem Sonderpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In beispielhafter Weise habe Bell ganz im Sinne von Theodor Wolff als politischer Journalist die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland begleitet, urteilte die Jury.

An der Ausschreibung des Journalistenpreises der deutschen Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis hatten sich 303 Journalisten mit 456 Artikeln beteiligt. Die Preise werden am 16. September in einem Festakt in Leipzig überreicht.

Der unabhängigen Jury zum Journalistenpreis der deutschen Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis gehören an: Gernot Facius (stellvertretender Chefredakteur "Die Welt", Berlin), Helmut Herles (Chefredakteur "General-Anzeiger", Bonn), Thomas Kielinger, (London-Korrespondent "Die Welt", Berlin), Herbert Kolbe (Chefredakteur "Emder Zeitung"), Ralf Lehmann (Chefredakteur "Westdeutsche Allgemeine Zeitung", Essen), Herbert Riehl-Heyse (ltd. Redakteur "Süddeutsche Zeitung", München), Klaus Rost (Chefredakteur "Märkische Allgemeine", Potsdam), Jost Springensguth (Chefredakteur "Westfälische Nachrichten", Münster), Monika Zimmermann (Chefredakteurin "Westfälischer Anzeiger", Hamm).

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