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02. Mai 2008 | Allgemeines

Textangebote sind das ureigenste und angestammte Spielfeld der Presse

Interview mit Clemens Bauer, Vorsitzender des Zeitungsverleger Verbands Nordrhein-Westfalen

„Mit ihren Onlineangeboten nähern sich ARD und ZDF funktional dem Zeitungsbereich. Insofern sind diese Angebote, auch die Mediatheken, in hohem Maße wettbewerbsrelevant“, erläuterte Clemens Bauer, Vorsitzender des Zeitungsverleger Verbands Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) und Vorsitzender der Geschäftsführung der Mediengruppe Rheinische Post (Düsseldorf), im Interview mit dem Branchenblatt „pro media“.

Clemens BauerEs sei damit zu rechnen, dass ARD und ZDF diese Onlineangebote kontinuierlich ausweiten und verändern wollen. Die Gebührenfinanzierung ermögliche und erleichtere ihnen dieses Vorgehen, bekräftigte Bauer. Dadurch wachse der Wettbewerbs- und Kostendruck auf die mit hohem personellen und finanziellen Aufwand aufgebauten Onlineportale der Zeitungen, „die einem wirtschaftlichen Wettbewerb auch großer internationaler Konzerne ausgesetzt sind“. Auch Kooperationen wie die von WAZ mit dem WDR, die Bauer unter dem Gesichtspunkt, dass Bewegtbilder im lokalen und regionalen Raum in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden, begrüßte, würden nichts daran ändern, „dass Zeitungen und öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten publizistische und auch im Werbemarkt wirtschaftliche Konkurrenten bleiben“.

Dabei macht der Manager sehr wohl deutlich, dass Tageszeitungen und seriöses Fernsehen ein gemeinsames Ziel verfolgen: „Qualität anzubieten“. Dort fänden sich auch Felder „koordinierten oder gemeinsamen Tuns“. Eines dieser Felder könnte nach Bauers Auffassung sein, Auffindbarkeit und Aufmerksamkeit für die erzeugten Qualitätsinhalte zu steigern. „Konkret bedeutete das: Alle publizistischen Qualitätsanbieter sollten sich Gedanken über eine Suchmaschine machen, die auf solche Inhalte verweist.“

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